Harburg - Die Harburger Schützengilde hat einen neuen Regenten - und dazu noch einen ziemlich jungen: Der erst 35-jährige

Borhen Azzouz, seit 2011 Gilde-Mitglied, ist am Sonnabend Abend am Kaiserbrunnen zum neuen König der Schützengilde proklamiert worden. Mit drei krachenden Böllerschüssen aus einem Dutzend Böllerkanonen des Hamburger Böllerregiments wurde verkündet, dass Harburg einen neuen König hat.

Der selbstständige Veranstaltungstechniker und Chef der Firma Sub-Events mit Sitz im Binnenhafen setzte sich um 16.30 Uhr gegen seinen Konkurrenten im Schießstand durch. Mit ihm legte auch der 1. Patron der Gilde, Ingo Mönke, auf den Hölzernen Vogel der Gilde an. Doch mit dem 1409. Schuss holte Azzouz, der tunesische Wurzeln hat, den letzten Teil des Vogels herunter und wurde so zum Nachfolger von Jörg Geffke.

Borhen Azzouz ist der erste König der Gilde, der vier Königstitel auf einmal besitzt und so ein echter "Grand Slam" gelang: Er ist Clubkönig seines Schießclubs Ehrenpatron Ernst Richter, er ist Montagskönig und er ist König der Clubkönige. "Während meines Jahres als Montagskönig bin ich auf den Geschmack gekommen und wollte unbedingt auch Gildekönig werden", sagte Borhen Azzouz, der zudem seit 1996 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Eißendorf ist, gegenüber harburg-aktuell.

Mit seiner Lebensgefährtin Nora Barthel war sein Plan bereits seit längerem abgesprochen. "Natürlich habe ich mir zu Hause grünes Licht für dieses Vorhaben geholt", so Azzouz. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Azzous: "Ich bin heute sehr glücklich. Es war ein großartiger Moment, als der letzte Teil des Vogels herunterfiel."  (cb)

Der Moment nach dem Königsschuss: Der frisch gebackene König Borhen Azzouz wird von den Kameraden Guido Mönke, Dominik Mönke und Carsten Exner aus dem Schießstand getragen. Foto: Mönke

Zu den ersten Gratulanten nach dem Königsschuss gehörten seine Mutter Leila Azzous und Ex-König Ulf Schröder. Foto: Christian Bittcher

Gute Stimmung bei der Proklamation: Frank Kirste, Borhen Azzous, Jörg Geffke und Ingo Volkland. Foto: André Zand-Vakili