Ratgeber – Selbst gebaute Gemüsekästen und selbst reparierte Regale:

Für den DIY-Trend ist die Coronakrise ein echter Boost. Selten zuvor war das Selbermachen beliebter als während des Lockdowns. Im Rahmen des Trends ist die geeignete Befestigungstechnik eine der wichtigsten Fragen.

Eine Frage der Last

Selbermachen macht Spaß. Von selbst gemischten E-Liquids bis hin zu selbst gebauten Möbeln. Aber Vorsicht: Jede Eigenherstellung erfordert Fachwissen. Ob zusammengebaute Schränke dauerhaft halten, hängt von der Entscheidung für die richtige Befestigungstechnik ab. In der Regel entscheidet der Hobby-Heimwerker zwischen geschraubten, genagelten und geklebten Verbindungen. Alle davon haben ihre Vor- und Nachteile. Wegweisend ist neben dem jeweiligen Material die Last auf den zu verbindenden Elementen, die bei der geplanten Beanspruchung entsteht. Bei zahlreichen Anwendungen haben Klebetechniken mittlerweile Nägel und Schrauben abgelöst.

Als Grundsatz gilt: Je schwerer die Last, desto eher sollte man Schraubverbindungen wählen. Je kleiner die Beanspruchung, desto geeigneter sind unsichtbare Klebeverbindungen. So vor allem dort, wo Wände lieber keine Löcher tragen sollten, beispielsweise auf Dämmung.

Bei kleinerer Last einfach kleben

Klebstoff eignet sich zur flächigen Montage verschiedener Gegenstände. Beim Kleben entsteht eine sogenannte stoffschlüssige Verbindung, die bei korrekter Anwendung zudem spurenlos ist. Die Wahl des richtigen Klebstoffs hängt von der Art des Untergrunds ab und entscheidet darüber, wie fest die Verbindung ist. Der große Vorteil geklebter Befestigungen: Die miteinander verbundenen Elemente werden beim Kleben nicht beschädigt. Sollen sie allerdings wieder voneinander gelöst werden, wird der Untergrund teilweise abgetragen. Insgesamt profitiert man vom Kleben insbesondere

  • bei kleinen Lasten.
  • im Falle von Textilien.
  • wo Verbindungen unsichtbar bleiben sollen.
  • wo unkompliziert Deko mit geringem Gewicht befestigt werden soll.
Einer der wichtigsten Einsatzbereiche von Klebstoff ist die Reparatur. Dank der großen Produktvielfalt an Klebern sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt. Von gesprungenen Fliesen und beschädigtem Bodenbelag bis hin zu Keramik und undichten Schuhen.

Bei größerer Last bohren und nageln

Nägel und Schrauben halten größere Lasten als Klebeverbindungen. Während sich Nägel nicht in alle Oberflächen einbringen lassen, sind Schrauben relativ flexibel. Anders als der Nagel eignen sie sich auch für Untergründe wie Beton. Allerdings erfordern sie im Vergleich zum Nagel etwas aufwendigere Vorbereitungen. Wer schwere Gegenstände befestigen will, geht mit Dübeln auf Nummer sicher. So allerdings nur, wenn er die verwendeten Modelle auch auf den Untergrund abstimmt. Nur gut sitzende Dübel in ideal vorgebohrten Löchern halten schwere Zuglasten.

Vorsicht: In Mietwohnungen können Dübellöcher bei Umzügen für Probleme sorgen. Die Spuren an der Wand sollten vor Auszug zumindest verspachtelt werden und sind anschließend zu überstreichen. dl