Harburg - Am Sonntag gegen kurz nach 5 Uhr soll nach jetzigem Sachstand der Ermittler der Bundespolizeiinspektion einem alkoholisierten, schlafenden 21-jährigen Mann im Bahnhof Harburg das mitgeführte IPhone im Wert von rund 450 Euro aus der Hosentasche entwendet worden sein.
„Der Täter muss dabei mit besonders hoher krimineller Energie vorgegangen sein, denn er hat seinem hilflosen Opfer offensichtlich eine Hosentasche aufgeschnitten, um an das Handy zu gelangen. Danach flüchtete der bis dahin unbekannte Täter mit seiner Beute aus dem Bahnhof“, heißt es.
Der Geschädigte bemerkte den Diebstahl anschließend und verhielt sich genau richtig. Er suchte umgehend das Bundespolizeirevier im Bahnhof Harburg auf und gab eine Strafanzeige gegen "Unbekannt" auf.
„Umgehend sichteten Bundespolizisten intensiv alle relevanten Überwachungskameras am Tatort und konnten auf dem abgespeicherten Videomaterial den Täter mit dem gestohlenen Handy feststellen“, so die Bundepolizei.
Zwei Tage später, am Dienstag gegen 7.20 Uhr, konnten Streifenbeamte der Bundespolizei den 41-jährigen Tatverdächtigen aufgrund des guten Videomaterials (sowie Fotoprints) im Bahnhof wiedererkennen und vorläufig festnehmen.
Der indische Staatsangehörige wurde zum Bundespolizeirevier für die weiteren polizeilichen Maßnahmen verbracht. Der polizeilich bekannte Mann wurde erkennungsdienstlich behandelt und die Gewahrsamsfähigkeit des Beschuldigten wurde in einem Krankenhaus unter bundespolizeilicher Begleitung festgestellt.
Bei der Durchsuchung der Bekleidung konnte das gestohlene IPhone nicht mehr aufgefunden werden. Der indische Staatsangehörige ist polizeilich unter anderem auch wegen Eigentumsdelikte bekannt und hat bereits mehrfach Freiheitsstrafen (auch U-Haft) in Haftanstalten verbüßt. Er wurde über den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg der Untersuchungshaftanstalt (Vorführung Haftrichter) zugeführt.
Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren - Verdacht des besonders schweren Diebstahls - eingeleitet.

