Harburg - Andreas Sommer und seine Vorstandskollegin Sonja Hausmann sind "zufrieden". Auf der Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Harburg-Buxtehude konnte das Führungsduo trotz der "stürmischen Zeiten", Corona und Null-Zinspolitik im vergangenen Jahr, ein mehr als respektables Ergebnis präsentieren. Die Bilanzsumme stieg um 6,5 Prozent auf rund 4,33 Milliarden Euro. Das Ergebnis beträgt 7,5 Millionen Euro und liegt damit auf Vorjahresniveau. Das wäre selbst ohne die schwierigen Rahmenbedingungen ein Erfolgs gewesen.

Das "Geheimnis": Man hat ganz offensichtlich auf die richtigen "Pferde gesetzt". Das gewerbliche Kreditvolumen wurde durch Neugeschäfte in Höhe von über 282 Millionen auf rund 1,3 Milliarden Euro ausgeweitet. Auch die Kredite für Immobilien, egal ob gewerblich oder privat, legten deutlich zu. "Trotz des steigenden Kreditvolumens und der Auswirkung der Corona-Pandemie auf Unternehmen und Privatpersonen kam es im vergangenen Jahr zu keinen nennenswerten Kreditausfällen", so Hausmann.

Das Wertpapiergeschäft ist um satte 37 Prozent auf fast 527 Millionen Euro gestiegen, was auch den niedrigen Zinsen geschuldet ist. So war es laut Hausmann auch das "beste Wertpapierjahr", dass die Sparkasse Harburg-Buxtehude bislang vorweisen kann.

Das Immobiliengeschäft ist stabil. Die Preise für die eigenen vier Wände, egal ob im Bezirk Harburg oder dem Umland, sind weiter gestiegen. "Das niedrige Zinsniveau und der erhebliche Anlagedruck haben zu einer stabil hohen Nachfrage geführt und preistreibend gewirkt", so Hausmann. Schwieriger werden aktuell die Finanzierungen von Bauprojekten an sich, weil schon über relativ kurze Zeiträume wegen der Preisexplosion bei den Baumaterialen und Lieferengpässen keine verbindlichen Preiszusagen mehr möglich seien.

Gute Ergebnisse gab es bei den Provisionen, die um vier Millionen auf 39,9 Millionen Euro stiegen und damit einen guten Sprung im Vergleich zu den Vorjahren machten.

Für die Region zahlt sich der Erfolg der Sparkasse aus. "Knapp 1,2 Millionen Euro", so Sommer, "also noch einmal 100.000 Euro mehr als 2020, wurden in Form von Spenden und Sponsoring an Vereine und Institutionen in unserem Geschäftsgebiet ausgeschüttet." zv