Harburg - Sie stehen geduldig in der Schlange, sie halten Einkaufstüten und große Taschen bereit: An vier Tagen in der Woche kommen bedürftige Menschen zur Harburger Tafel und erhalten dort Lebensmittel. Obst, Gemüse, Brot, Eier, auch mal Fleisch oder etwas Süßes - immer mehr Menschen sind auf die Hilfe der Tafel angewiesen. In der Coronazeit ist die Zahl der Bedürftigen im Bezirk um ein gutes Drittel gestiegen, nun kommen noch geflüchtete Menschen aus der Ukraine hinzu. Rund 800 Lebensmittelpakete werden jede Woche ausgegeben. Tendenz: Weiter steigend.

Doch nun benötigen die Helfer selber Unterstützung: „Wir brauchen dringend Freiwillige“, sagt Sabine Pena, die Vorsitzende der Tafel Harburg. „Die Tafel lebt von Spenden und von der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer.“ Um die Lebensmittel heranzuschaffen, werden Fahrer und Beifahrer benötigt, die regelmäßig einmal in der Woche vormittags die Supermärkte und Discounter der Umgebung ansteuern und übrig gebliebene Ware einsammeln. Ein LKW-Führerschein ist nicht nötig.

Helfende Hände fehlen auch vor Ort, an der Ausgabestelle in der Buxtehuder Straße. Hier werden die Lebensmittel erst sortiert, dann in Kisten gepackt und an die bedürftigen Menschen ausgegeben.
Wer helfen will, kann sich ganz einfach per Telefon bei der Tafel melden: 040 77110897 und dann absprechen, um welche Tätigkeit es geht und an welchen Wochentag man anpacken kann. „Wir freuen uns über jeden Menschen, der uns hilft“, sagt Sabine Pena. dl