Seevetal – Der Landkreis Harburg hat jetzt sein umfangreiches Straßenbauprogramm vorgestellt und wird in den kommenden zwei Jahren kräftig investieren, um die Straßen und Radwege im gesamten Kreisgebiet noch weiter zu verbessern. Die Baufirmen haben einiges zu tun, denn es ist ein umfangreiches Bauprogramm mit gut 40 Maßnahmen, dass der Betrieb Kreisstraßen für 2022 und 2023 aufgestellt hat. Zu den Erneuerungen und Ausbauten kommen zahlreiche weitere Unterhaltungsmaßnahmen an Straßen und Wegen, die teilweise auch je nach Bedarf kurzfristig vorgenommen werden.

Einen detaillierten Überblick über das Straßenbauprogramm gaben Kreisrat Josef Nießen und Dr. Susanne Dahm, die Leiterin des Betriebs Kreisstraßen, den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses bei ihrer ersten Sitzung in der neuen Legislaturperiode. Die Politiker unter Vorsitz von Christian Horend zeigten sich beeindruckt und empfahlen das Bauprogramm.

2022 beläuft sich das Baukostenvolumen auf rund 8,6 Millionen Euro. Für das kommende Jahr sind ebenfalls gut acht Millionen Euro an Kreismitteln vorgesehen, zusammen mit Fördermitteln werden rund 15 Millionen Euro für Radwege und Kreisstraßen investiert. Weitere Unterhaltungsmaßnahmen kommen hinzu.

Erneuerungen von Fahrbahndecken, Radwegneubauten, Straßenausbauten, aber auch der Austausch alter Fußgängerampeln, die das sichere Überqueren der Straße gewährleisten, der Neubau einer Lärmschutzwand an der K77 in Hittfeld als Schutz der Anwohner und der Bau von Kreisverkehrsplätzen – das Bauprogramm enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen. Es umfasst sowohl Straßensanierungen als auch den Neu- und Ausbau von Straßen und Radwegen.

In Abstimmung mit dem ADFC hat der Landkreis dazu vorrangig benannte Radwege überprüft und nach Priorität in die Liste aufgenommen. So werden Radwege unter anderem an der Kreisstraße 34 in Glüsingen und an der K 73 zwischen Wesel und Schierhorn erneuert und optimiert. Der bereits seit Jahren gewünschte Neubau des Radweges an der K 63 zwischen Oldendorf und Mienenbüttel als Lückenschluss kann ebenfalls in diesem Jahr umgesetzt werden, nachdem es dem Landkreis in langwierigen Verhandlungen gelungen ist, alle benötigten Grundstücke zu erwerben und damit die Voraussetzungen für die Bauarbeiten zu schaffen.

Für das kommende Jahr stehen unter anderem Radwegeverbesserungen an der K 45 in Sprötze und auf der K 15 zwischen Wüsthofen und Heidenau auf dem Plan.
Die Kreuzungen K 10/K 79 Unner de Bult sowie die K 13 / K 82 Hamburger Straße/Nordring werden zu Kreisverkehrsplätzen umgebaut. Umfangreiche Unterhaltungen sind auf der Brücke K 10 in Maschen und K 23 in Königsmoor vorgesehen. Zudem werden in den nächsten Monaten drei Baumaßnahmen beendet, die bereits im vergangenen Jahr begonnen wurden, darunter bis Ende März der Umbau der Kreuzung der Kreisstraße 11, 52 und 85 in Tötensen zum Kreisel.

Im nächsten Jahr wird unter anderem die zweite Bauphase der Ortsdurchfahrt Todtglüsingen umgesetzt. Das umfasst die Grunderneuerung und Verbreiterung der Fahrbahn, der Radweg und Entwässerungsanlagen werden neu gebaut. Die K 4 Eyendorf – Salzhausen erhält eine neue Fahrbahndecke. Die Kreuzung K 12 / K 54 wird zum Kreisel, und die Ortsdurchfahrt Gödenstorf wird ausgebaut.