Harburg – Harburgs Wahrzeichen ist wieder freigegeben: Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die Alte Elbbrücke für Radfahrer und Fußgänger wie angekündigt wieder geöffnet worden. Nur noch einige Schilder auf Harburger Seite wiesen Anfang der Woche auf Umleitung hin. Seit Mitte März mussten Fußgänger und Radfahrer die Umleitung über die Brücke des 17. Juni nutzen. Zwar konnte man von Harburger Seite auf die Brücke gehen. Kurz vor der Baustelle ging es aber nicht weiter: „Durchgang verboten“ (kleines Foto).

Die unter Denkmalschutz stehende Fuß- und Radwegebrücke wurde im Jahr 1899 gebaut und diente bis Anfang der 1970er Jahre als Straßenbahnbrücke. Heute ist die Brücke bei Radfahrern und Fußgängern sehr beliebt.

Grund für die Sperrung waren dringende Sanierungsarbeiten an der Vorlandbrücke auf Wilhelmsburger Seite. Über den Teil, der noch an Land steht, führen auch die Velorouten 10 und 11, die derzeit ausgebaut werden.

Die Brücke wies umfangreiche Schäden auf und musste vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) instandgesetzt werden. Dafür wurde sie mehrere Monate eingehaust. Die Arbeiten fanden unter einem Zelt statt.

„Die Einhausung diente dem Schutz der Umwelt. Es wird luftdicht gebaut und mit einer Lüftungsanlage ein Unterdruck erzeugt. Dieser Bereich nennt sich "Schwarzbereich“, erklärte Edda Teneyken vom LSBG auf Anfrage von harburg-aktuell.

Außerdem sagte die Expertin: „Ein Schwarzbereich wird immer dann eingerichtet, wenn gefährliche oder giftige Substanzen, in unserem Fall Bleimennige, die im Anstrichstoff der 120 Jahre alten Brücke, der dieses Blei enthält, enthalten sind, freigesetzt werden. Das verwendete Strahlmittel besteht aus Kupferschlacke und darf ebenfalls nicht in Staubform in die Umwelt gelangen.“ (cb)

Schutz für die Umwelt: Während der Arbeiten wurde ein Teil der Brücke mehrere Monate eingehaust. Foto: Christian Bittcher