Harburg – Sie liegen oder stehen einfach irgendwo im Weg herum: Störend oder verkehrsgefährdend abgestellte E-Scooter haben sich in Harburg und anderen Stadtteilen zu einem echten Problem entwickelt. Sie stehen vor Hauseingängen, blockieren S-Bahn-Eingänge (Foto) oder liegen einfach mitten auf dem Fußweg und sind eine Stolperfalle. Kein Wunder, dass viele Menschen mittlerweile von den E-Scootern total genervt sind.

Doch nun soll alles anders werden: „Insbesondere in den engen, verdichteten Quartieren der City kommt es nicht selten zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmenden - insbesondere dann, wenn Scooter nicht ordnungsgemäß abgestellt werden und dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährden“, teilte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende vor einigen Tagen mit. Und: „Vor diesem Hintergrund erweitern die Anbieter und die Stadt ihre Maßnahmen, um die Abstellsituation und die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern.“

Insgesamt sind auf Hamburgs Straßen derzeit rund 9.000 E-Scooter unterwegs. Das Problem der gefährlich abgestellten Roller ist natürlich bekannt. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund haben die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) sowie die in Hamburg ansässigen Scooter-Verleiher Bird, Voi, Bolt, Tier und Lime weitere Maßnahmen verabredet, die im Rahmen der aktuell rechtlichen Möglichkeiten die Abstellsituation und die Verkehrssicherheit weiter verbessern sollen.

Unter anderem einigte man sich auf folgende Maßnahmen:  Fußpatrouille der Anbieter, Aufklärung der Nutzenden, Anpassung von Parkverbotszonen und Kontrollen durch den LBV. Außerdem verpflichten alle Anbieter künftig ihre Nutzer dazu, bei Rückgabe des E-Scooter ein Foto zu machen, das das nicht störende Abstellen dokumentiert. Zusätzlich wird ein zentrales Beschwerdepostfach eingerichtet. Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Bürger künftig falsch abgestellte E-Scooter zentral melden. (cb)