Harburg – Es tut sich etwas auf der letzten Freifläche im Binnenhafen mit Grün- und Baumbestand: Die Nachbarschaftsinitiative „Wildes Wäldchen“ im Harburger Binnenhafen greift am Donnerstag, 20. Mai, zu Spaten und Schaufel. Große Apfelkisten aus dem Alten Land werden  vor dem „Wilden Wäldchen“ insektenfreundlich und „essbar“ bepflanzt. Ein weiterer Schritt zum Erhalt einer der letzten Grünflächen im Binnenhafen.

Unterstützt wird die Aktion von vielen Freunden, wie etwa dem Obstbauern Manfred Brand aus Moorburg. „Er bringt am Donnerstag auf seinem Anhänger fünf große Apfelkisten mit. Die Kisten werden auf dem Kanalplatz mit Folie ausgekleidet und dann mit Erde gefüllt. Dann wird gepflanzt. Der Landschaftsbauer „Gala“ hat dafür fünf Kubikmeter Pflanzerde sowie Folienmaterial für Hochbeete gespendet“, sagt Werner Pfeifer von der Anwohnerinitiative.

„Ziel der Aktion ist es, allen Harburgern zu zeigen, dass die Freifläche am Kanalplatz – die direkt an den Traditionsschiffen des Museumshafenvereins liegt - ein wichtiges Biotop, ein Platz für Spaziergänger und „Sehleute“ sowie ein wilder Kinder-Spielort im Quartier ist“, erklärt Ursula Herbst, die ebenfalls zur Initiative gehört.

Ein Konzept der Anwohnerinitiative mit dem Titel „Was wird aus dem wilden Wäldchen?“ war auf der letzten Begleitgruppe Binnenhafen vorgestellt worden. Seitdem wird darüber öffentlich diskutiert.  Weitere Nachbarn sind herzlich willkommen, mit anzupacken. Schaufeln sollten mitgebracht werden. Beginn der Aktion ist Donnerstag um 17 Uhr Kanalplatz.   (cb)

Das Wilde Wäldchen liegt zwischen Fischhalle und Kanalplatz. Foto: Christian Bittcher