Harburg - Die Zahl der Podcast-Hörer steigt in Deutschland seit 2016 kontinuierlich an. Die Themen sind vielfältig: Von Hörspielen über

Nachrichten bis hin zu True Crime-Formaten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Spätestens seit Christian Drostens „Coronavirus-Update“ boomen auch die Wissenschafts-Podcasts. Wer nun wissen möchte, was Biotechnologie ist und warum die Forschung darüber nicht nur wichtig, sondern auch spannend ist, sollte in den Podcast „Füchse der Wissenschaft“ reinhören.

Dort sprechen die Doktoranden Jan Herzog und Sebastian Hofmann der Technischen Universität Hamburg mit 21 Promotionsstudentinnen und -Studenten aus ganz Deutschland. Was sie verbindet ist die Zusammenarbeit im Schwerpunktprogramm InterZell der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Ihr Forschungsziel ist es, die Interaktionen zwischen mehreren Zellen, beispielsweise verschiedener Bakterien, zu untersuchen und technisch zu nutzen. Anwendungen sind unter anderem neuartige, medizinische Wirkstoffe, die Wiederverwertung von CO2 oder umweltfreundlichere Produktionsprozesse.

„In einer Zeit, in der wir einen Impfstoff gegen COVID-19 herstellen müssen, sind die Gespräche mit unseren Interviewpartnern aktueller denn je“, sagt Sebastian Hofmann. So sprechen die jungen Wissenschaftler im Podcast beispielsweise auch über Multiresistente Keime. Diese können insbesondere bei Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem schwere Infektionen auslösen und sind mit konventionellen Antibiotika nur schlecht behandelbar, ganz ähnlich einer Corona-Infektion.

Abhilfe versprechen neuartige Wirkstoffe mit entzündungshemmender und teils antibiotischer Wirkung. Wie man diese in ausreichender Menge herstellen kann und was die Biotechnologie heute schon möglich macht, können Interessierte nun in zehn einstündigen Folgen nachhören. Eine zweite Staffel ist bereits in Planung. (cb)

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