Harburg - Woanders auf der Welt sorgen die Monolithen, die in letzter Zeit plötzlich irgendwo auftauchten,

für positive Aufmerksamkeit. Das war so in der Wüste von Utah, auf dem Batca-Doammei-Hügel in Rumänien, in Kalifornien, auf der britischen Isle of Wight oder den Niederlanden.

In Harburg sorgte so eine Metallkonstruktion nur für einen Polizeieinsatz. Nur wenige Stunden nachdem er endeckt wurde, lag der Monolith vom Schwarzenberg schon umgekippt am Boden. Polizisten hatten ihn zur "Gefahrenabwehr" umgelegt. Vorher hatten zwei Reporter an dem Teil gerüttelt und dann die Polizei über die mögliche Standunsicherheit informiert.

Jetzt liegt der Monolith quer vor dem Kaiserbrunnen. Das Bezirksamt soll die etwa drei Meter hohe Metallkonstruktion entsorgen.

Das man in Harburg mit kreativen Aktionen nicht umgehen kann, hatte sich schon 2012 gezeigt. Damals hatten Behördenmitarbeiter Alten Friedhof an der Bremer Straße die Installationen von Karin Boine, eine Art beschriftete Hussen, die über Grabsteine gestülpt sind, entfernt. Man hatte den Tatbestand der "Störung der Totenruhe" gewittert und erst später festgestellt, das der Friedhof schon lange kein Friedhof mehr ist, sondern als öffentliche Parkanlage gilt. zv