Neugraben – Das Neubaugebiet Fischbeker Reethen ist bisher nur in Planung, gebaut wird dort nicht vor 2022 – trotzdem steht

bereits jetzt fest, das dort viele Straßen nach Frauen aus Hamburg benannt werden, die die als Jüdinnen verfolgt wurden oder jüdischen Menschen halfen. Die Frauen hätten auf unterschiedliche Weise Widerstand geleistet und Zivilcourage gezeigt, so Kultursenator Carsten Brosda.

Insgesamt 17 Straßen und Wege werden auf dem ehemaligen Areal der Röttiger Kaserne in Neugraben-Fischbek, wo auf 70 Hektar rund 2300 Wohnungen entstehen werden, an diese mutigen Frauen erinnern.

Für die „Initiative Gedenken in Harburg“ und viele andere, die sich seit langem dafür eingesetzt haben, dass auch die Harburgerinnen Frieda Cordes, Johanne Günther und Klara Laser, die in der NS-Zeit Verfolgten geholfen haben, nicht vergessen werden, ist es ein ermutigendes Zeichen, dass der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg beschlossen hat, drei neue Wege im Stadtteil Neugraben-Fischbek nach ihnen - und eine weitere Straße nach Sophie Scholl - zu benennen.

Frieda Cordes (1895 -1978) hatte im Phoenix-Viertel eine befreundete jüdische Familie unterstützt, Johanne Günther (1876-1949, kleines Foto links) wurde auch der „Engel von Harburg“ genannt, weil sie Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa in einer Jutespinnerei unterstützte. Klara Laser (1877 - 1969) nahm ein jüdisches Waisenkind bei sich in Appelbüttel auf.  (cb)