Lüneburg – Bereits am vergangenen Wochenende hat sich gezeigt, das die Menschen - auch wegen der Corona-Krise – jetzt vermehrt in den Wäldern südlich von

Hamburg unterwegs sind, um die Natur zu genießen. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor hoher Waldbrandgefahr.

„Das trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr trotz kühler Temperaturen im Niedersächsischen Landeswald weiter ansteigen. Die sehr niedrige Luftfeuchtigkeit hat die Bodenvegetation und den Oberboden im Niedersächsischen Landeswald stark ausgetrocknet“, sagte Knut Sierk, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten am Donnerstag.

Die Waldbrandsaison 2019 haben viele noch nicht vergessen. In Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Ludwigslust-Parchim brach im Juni letzten Jahres auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ein Waldbrand aus. Der Landkreis rief den Katastrophenfall  aus. Zeitweise waren mehr als 3000 Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern im Einsatz, darunter auch die Bundeswehr. Mehrere angrenzende Dörfer mit insgesamt mehr als 700 Einwohnern wurden evakuiert

Knut Sierk: „Die Niedersächsischen Förster sind insbesondere im Flachland Niedersachsens alarmiert, denn gerade in den lichten Kiefernwäldern im Nord-Osten ist die Waldbrandgefahr besonders hoch.“ Die Waldbrandzentrale in Lüneburg ist seit dem 16. März 2020 wieder besetzt. Hier laufen alle Bilder und Daten der 20 Waldbrandüberwachungskameras zusammen. Die hochmodernen Kameras haben einen Rundumblick von mehr als zehn Kilometern und erkennen frühzeitig Rauchentwicklung. Damit ist bei Auftreten eines Waldbrandes eine sehr schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte möglich.

Nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) liegen die Werte in einigen Teilen Niedersachsens, vor allem im Bereich der Lüneburger Heide, zurzeit bei Gefahrenstufe 4 (hohe Waldbrandgefahr). Die Lüneburger Zentrale ist regelmäßig besetzt, sobald die Gefahrenstufe 3 an mehreren Stationen erreicht wird.

Die Niedersächsischen Landesforsten bitten die Bevölkerung um ihre Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Daher sind unbedingt folgende Punkte zu beachten:

- Kein offenes Feuer im Wald oder in gefährlicher Nähe dazu
- Grillen nur auf freigebenden Grillplätzen, dazu bitte das örtliche Forstamt fragen
- Im Wald gilt vom 1. März bis zum 31.Oktober jeden Jahres ein allgemeines Rauchverbot
- Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen
- keine Zigarettenkippen aus dem Auto werfen
- wachsam sein und jeden Waldbrand unverzüglich unter der Notrufnummer 112 melden. (cb)