Harburg - Das ist schon krass: Während viele Menschen versuchen, weniger Müll zu produzieren oder wenigstens vernünftig zu

entsorgen, gibt es immer wieder Zeitgenossen, die ihren Müll einfach in der Natur entsorgen. Jüngstes Beispiel: Ein blauer Müllsack mit Metallgegenständen, Werkzeug, Draht und Teilen eines Grills wurde vor einigen Tagen im Appelbütteler Forst direkt neben dem Vahrendorfer Stadtweg im Waldgebiet illegal entsorgt - mitten im Landschaftsschutzgebiet. Das geht überhaupt nicht.

"Es ist eine Riesensauerei, die leider immer wieder vorkommt", sagte Revierförster Arne Schulz am Freitag gegenüber harburg-aktuell. Leider haben sich keine Zeugen gemeldet, die etwas davon mitbekommen haben. Am Freitag sammelte er den Müll ein und wird ihn vernünftig entsorgen. "Das waren ungefähr 10 Kilogramm Altmetall. Es sieht so aus, als wenn jemand seinen Keller entrümpelt hatte und die Gegenstände dann in den Wald gefahren hat", so Schulz.

Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt: Wer bei dieser Art der Ordnungswidrigkeit erwischt wird, muss mit mindestens 250 Euro Bußgeld rechnen. Das kann je nach Art des Mülls - wie etwa bei Sondermüll - noch viel teurer werden.

Wer beobachtet, das jemand illegal Müll im Wald oder den angrenzenden Parkplätzen entsorgt, sollte nicht zögern und die Försterei oder die Polizei informieren. Die Försterei Eißendorf hat die Telefonnummer 040/42871-2882.  (cb)

Umweltsauerei: Metallgegenstände, Werkzeug, Draht und Teile eines Grills wurden vor einigen Tagen im Appelbütteler Forst illegal entsorgt Foto: Christian Bittcher