Harburg - "Dringend" empfiehlt die Polizei am Donnerstag auf das eigene Auto zur Fahrt in Richtung Hamburg zu verzichten.

Grund ist die Trecker-Demo. Auch Harburg und der Süderelberaum betroffen. Über die Bremer Straße und den Cranzer Hauptdeich wollen die Bauern mit ihren Treckern kommen. Es dürften mehrere hundert dieser landwirtschaftlichen Fahrzeuge sein  Ziel wird die alte Wilhelmsburger Reichsstraße sein. Sie ist stillgelegt und soll als riesiger Trecker-Parkplatz dienen.

Die Trecker werden im Korso fahren. Etwa ab 8:30 Uhr sollen sie durch Hamburger Gebiet rollen. Vorher sind sie bereits im Umland auf den Hauptverkehrsadern unterwegs. Schon das dürfte zu starken Behinderungen führen.

Nach der Kundgebung der Landwirte am Gänsemarkt, deren Adressaten di Umweltminister der Bundesländer und des Bundes sind, die in Hamburg tagen, werden sie den Rückweg antreten. Das wird am Nachmittag sein. Mit der S-Bahn fahren sie zurück nach Wilhelmsburg, um dann mit ihren Treckern den Rückweg anzutreten. Damit dürfte das im Feierabendverkehr passieren, der am Donnerstag als der verkehrsreichste der gesamten Woche gilt.

Busse dürften von den Behinderungen durch die Trecker und Ausweichverkehr ebenso betroffen sein. In den Spitzenzeiten dürfte es auch in den Zügen der S-Bahnen und des Metronom besonders rangelig werden, wenn viele Pendler aus dem Umland wegen der Trecker-Demo zusätzlich die Verkehrsmittel belasten.

Die Bauern protestieren gegen das Agrarpaket der Bundesregierung, das beispielsweise für mehr Insektenschutz, sorgen soll. Viele Landwirte sehen durch die zusätzlichen Kosten und Ernteverluste ihre Existenz gefährdet. zv