Harburg - Senator Michael Westhagemann, zuständig für Verkehr, und S-Bahn Chef Kay Uwe Arnecke, haben sich nach dem vielen Pannen und Verspätungen

der letzten Tage vor allem im Bereich der S3 zusammen gesetzt. Jetzt soll alles besser werden. Das soll helfen:

Die Stellwerke, teilweise aus den 1970er Jahren, sollen modernisiert und digitalisiert werden. Die vorhandene Technik ist so alt, dass es bei Problemen teilweise keine Ersatzteile mehr gibt. Das Problem dabei: Die Umsetzung der Ankündigung kann dauern.

Ganze Streckenabschnitte der S3 und S31 sollen eingezäunt werden, damit nicht "betriebsfremde Personen" auf oder direkt an den Gleisen laufen. Das hat immer wieder für Polizeieinsätze und Streckensperrungen gesorgt. auch im Bereich der Übergänge vom Bahnsteig zum Tunnel sollen Barrieren in Form von Abschlusstüren eingebaut werden.

Beim ET 490, ein S-Bahnzug, der speziell für Hamburg entwickelt wurde, sollen Probleme mit den Türen vom Hersteller beseitigt werden. Die blockieren oft den ganzen Zug, wenn Fahrgäste noch nach der letzten Sekunde versuchen in den Waggon zu kommen. Der ET 490 wird auch schon im Bereich der S3 eingesetzt.

Natürlich gibt es auch den unverzichtbaren "runden Tisch", Reue von S-Bahnchef Arnecke: "Wir haben 2019 bislang einen schlechten Lauf." Oder kernige Ankündigungen vom Senator: „Wir müssen an einigen Stellen mit Hochdruck arbeiten.“ Dazu gibt es ein bisschen Druck. Die S-Bahn hält nicht die vertraglich festgezurrte Pünktlichkeitsquote von 94 Prozent ein. Tatsächlich sind es 92 Prozent. Hamburg droht damit deswegen den Zuschuss von 96 Millionen Euro jährlich für die S-Bahn zu kürzen. zv