Harburg - Erfolg für die Initiatoren zum Erhalt des kleinen wilden Wäldchens im Binnenhafen: Die Retter haben Unterstützung

von der Bezirksversammlung bekommen. Auf Antrag der Grünen wurde beschlossen, dass das Grundstück mit den Maßen 50 x 30 Meter erst bebaut werden darf, wenn alle anderen Flächen im Binnenhafen genutzt worden sind. So lange sollen die Bäume des Wäldchens auf jeden Fall weiter wachsen dürfen.

Auf der Brachfläche zwischen dem Schnellrestaurant "von-bis", der Transit und der Fischhalle hat sich wie berichtet in den vergangenen Jahren ein kleines Wäldchen entwickelt. Das kleine Gehölz, das auf einem alten Weltkriegsbunker entstanden ist, ist eine der letzten wild gewachsenen Grünflächen im Binnenhafen.

Harburgs Baudezernent Jörg Penner ist zwar ein Grüner, war aber nicht glücklich über den Vorstoß seiner Parteifreunde. Denn für das Grundstück gab es konkretes Interesse für ein weiteres Hochhaus, darüber hinaus hatte schon ein Spitzengastronom Pläne für ein Gourmetrestaurant geschmiedet. Die Investoren zogen sich aber zurück, als das Wohnschiff „Transit“ am Veritaskai festmachte.

Bewohner der Harburger Schloßinsel und der neu gebauten umliegenden Wohngebiete wollen diese Fläche als naturnahen Spielraum für Kinder und Familie nutzen. "Es muss nicht immer ein durchgestylter Park sein, der den Menschen Freude macht", sagen die Initiatoren der Aktion, Werner Pfeifer, Birgit Caumanns und Ursula Herbst, und fügen hinzu: "Die Grünfläche am Kanalplatz ist eine wilde Kostbarkeit, die es zu erhalten gilt. "

Die Fläche wird im Rahmen der Aktion "Hamburg räumt auf" wieder aufpoliert: Am Sonnabend, 23. März, wollen Anwohner und Nachbarn im Binnenhafen das kleine Wäldchen am Kanalplatz wieder schön machen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Wäldchen, Kanalplatz 14, vor dem Flüchtlingsschiff Transit.

Für eine kleinen Imbiss und Getränke wollen die Initiatoren sorgen. So wurde es in der Begleitgruppe Binnenhafen besprochen. Baudezernent Jörg Penner fragte schließlich noch in die Runde, ob er eine Kettensäge mitbringen dürfe. Sicher ein Scherz, denn als Dezernent ist er an die Beschlüsse der Bezirksversammlung gebunden.  (ag/cb)