Harburg - Hochrangiger Besuch im Harburger Museum: Am Mittwoch besuchte eine Delegation aus Turkmenistan die

neue Sonderausstellung des Archäologischen Museums Hamburg „Margiana - Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“. Angeführt wurde sie von Rasit Meredow, dem Außenminister von Turkmenistan. Im Zentrum der Ausstellung stehen die archäologischen Zeugnisse der geheimnisvollen Kultur von „Margiana“, einer historischen Landschaft, die im Osten Turkmenistans liegt. Thorsten Römer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Museums, führte den Gast durch die Ausstellung.

Die Ausstellung, die seit dem 2. November gezeigt wird, ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Archäologischen Museum Hamburg, den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, dem Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin und dem Kulturministerium Turkmenistans. Zum ersten Mal widmet sich ein groß angelegtes Ausstellungs- und Kooperationsprojekt der geheimnisvollen Kultur von „Margiana“, die vor rund 5.000 Jahren die Wiege einer faszinierenden Hochkultur der Bronzezeit war.

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand bereits 2005, als Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg, erstmals an einem internationalen Archäologenkongress in Aschgabat, der Hauptstadt Turkmenistans, teilgenommen und die Ausgrabungsstätten der Region besucht hat. Dazu angeregt wurde er durch den inzwischen emeritierten Professor der TUHH, Dr. Hanno Schaumburg, der ebenfalls die turkmenische Delegation bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung begleitet hat.

Thorsten Römer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Archäologischen Museums Hamburg, führte den turkmenischen Außenminister, der sich besonders an der Präsentation der Objekte interessiert zeigte, am Mittwoch durch die Ausstellung.

Turkmenistan blickt auf eine lange Kulturgeschichte zurück. Einen herausragenden Platz nimmt dabei der „Baktro-Margianische Archäologische Komplex“ (Oasenkultur) der Bronzezeit ein, dessen Bedeutung erst in den letzten Jahrzehnten erkannt wurde. Es handelt sich dabei um eine Hochkultur, die der Mesopotamiens durchaus ebenbürtig ist, die in Europa aber bisher außerhalb der Fachkreise kaum bekannt ist.

Die Ausstellung ist im Archäologischen Museum Hamburg noch bis zum 17. Februar 2019 zu sehen. (cb)