Wilstorf - Pampig-grün schimmert das Wasser der Außenmühle. Schwebealgen sind für die Färbung verantwortlich. Sie vermehren sich

explosionsartig, wenn die Sonne viel scheint und das Nährstoffangebot zu groß ist. Die hohe Zahl an Wasservögeln, darunter die großen Kanadagänse, die zu einer Plage werden. "Befeuert" wird das Problem noch durch falsche Tierliebe. Es wird mit Brot gefüttert. "Das Füttern von Brot ist ungesund für die Tiere und nicht artgerecht", sagt Bettina Zech, Sprecherin beim Bezirksamt Harburg. Zudem können durch die Reste, die am Ufer liegen oder im Wasser schwimmen, Ungeziefer wie zum Beispiel Ratten angelockt werden. Zech: "Durch die Reste werden auch die Gewässer verunreinigt und vermehrt Nährstoffe eingetragen. Das tut auch dem Gewässer nicht gut weil dabei auch durch den biologischen Abbau dieser Nährstoffe der Sauerstoff im Gewässer verbraucht wird."

Jetzt sind im Rahmen der Umsetzung der EG Wasserrahmenrichtlinie neue Schilder eingeführt worden, die das Füttern verbieten aufgestellt. Die Finanzierungen erfolgte durch die Behörde für Umwelt und Energie. "Das Bezirksamt stellt derzeit an den bekannten Stellen, an denen Wasservögel gefüttert werden", sagt Zech. "Die Schilder, versehen mit einem QR-Code, auf. Wer den Code einscannt, wird zu dem Flyer weiter geleitet und kann sich zu dem Thema informieren. Es wird erklärt, warum das Füttern nicht gut ist und wie jeder seinen Beitrag zum Schutz der Vögel und Gewässer leisten kann."

Dabei ist das Futter-Problem nicht auf die Außenmühle beschränkt. Schilder sind bereits am Kreetortteich, am Neuwiedenthaler Teich, am Engelbekteich und am Rückhaltebecken am Communionsweg aufgestellt worden. zv