Fischbek – Die Sanierung der Uwe-Seeler-Halle ist – nach einigen Verzögerungen – auf einem guten Weg. Davon haben sich Dr. Anke Jobmann,

Harburger Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit, und Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA Hamburg GmbH, bei einem Ortstermin im Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook überzeugt. „Ich bin froh, wenn die Arbeiten an der Uwe-Seeler-Halle nun zügig abgeschlossen werden können und sie den Vereinen und Schulen in Süderelbe bald zur Verfügung steht“, sagt Jobmann. Diese Kapazitäten würden ganz dringend benötigt. Das Bezirksamt arbeite intensiv an einer guten, funktionierenden Infrastruktur, demnächst könnten der TV Fischbek, die Hausbruch Neugrabener Turnerschaft und der FC Süderelbe wieder in der Halle trainieren. Pein: „Darüber hinaus können auch unsere neuen Quartiersbewohner demnächst Hallenzeiten buchen.“ Geplant sei eine Fertigstellung der Halle im dritten oder vierten Quartal 2018.

Noch vor zwölf Jahren spielten in der 1972 gebauten Halle Soldaten der angrenzenden Röttiger-Kaserne Fußball. Nach der Aufgabe der Kaserne wurde die Uwe-Seeler-Halle in das Eigentum des Bezirksamts Harburg überführt, vom örtlichen Sportverein TV Fischbek verwaltet und von verschiedenen Vereinen sowie einer Schule genutzt. Sie konnten nicht verhindern, dass die Halle durch Vandalismus und Witterungsschäden unbrauchbar gebracht wurde und im Oktober 2017 geschlossen werden musste.

Da sich aber alle darin einig waren, welche wichtige Funktion die Halle für das neue Quartier haben würde, hatte das Bezirksamt Harburg gemeinsam mit der IBA Hamburg und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen für eine umfangreiche energetische Sanierung und Instandsetzung insgesamt 1,27 Millionen Euro eingeworben. Die Gesamtkosten der Maßnahmen wurden auf rund 2,54 Millionen Euro veranschlagt. 1,27 Millionen Euro davon  finanziert die IBA Hamburg, 1,14 Millionen Euro werden vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat über das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bereitgestellt. Weitere 125.000 Euro kommen aus Mitteln der Bezirksversammlung Harburg. Die IBA Hamburg hat zudem die Projektsteuerung übernommen.

In den kommenden Monaten wird die Fassade in Teilen erneuert und energetisch saniert. Die Innenbereiche mit Umkleidekabinen und Sanitärräumen werden modernisiert und an barrierefreie Standards angepasst. Damit ist die Halle künftig auch für den Behindertensport nutzbar. Der Sportboden wird erneuert und mit einer integrierten Fußbodenheizung ausgestattet. Zudem entsteht im Obergeschoss ein neuer Gymnastikraum für Kursusangebote im Bereich Yoga oder Pilates.

Langfristig soll die Halle auch als Anlaufstelle für sportliche Projekte und sozialintegrative Maßnahmen, zum Beispiel Sportangebote für Flüchtlinge, genutzt werden. Die Halle wird an das mit Biogas betriebene lokale Nahwärmenetz von Hamburg Energie angeschlossen und kann damit besonders klimaschonend und nachhaltig betrieben werden. ag