Eröffnung

Marmstorf - Fast sechs Jahre war der Schützenhof im alten Marmstorfer Dorfkern geschlossen. Jetzt wurde er wieder eröffnet. Nova heiß er jetzt.

Mit einem kleinen Fest mit geladenen Gästen, darunter Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, Unternehmerin Wiebke Krüger und ihr Vater Peter Becker, Fuhrunternehmer August Ernst oder Landesarchäologe Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss. Jetzt hat die Familie Schah die Location übernommen, die ihre Wurzeln in Afghanistan hat und seit etwa 30 Jahre in Deutschland ist.

Nova heißt der Schützenhof jetzt. Es ist eine Mischung aus Hochzeitssaal und Traditionslokal. Die runde Decke im Festsaal, von der ein großer Kronleuchter hinab hängt, ist wieder fein herausgearbeitet, die Wände und der Boden sind hell, es liegt ein leichtes Glitzern in der Farbe. Draußen zeigt sich der Biergarten in seiner ganzen Pracht. Hier werden Marmstorfer Schützen schon in wenigen Tagen ihr Vogelschießen begehen. Es ist ihr Vereinslokal. Hier werden vermutlich vor allem türkisch, persisch oder afghanische geprägte Familien Hochzeiten feiern. Es wird eine breite Zielgruppe sein, die ins Nova kommen wird.

Gekauft hatte den Schützenhof Ende 2016 Rainer Bliefernicht, der als Nachbar. Er hat sich finanzielle engagiert. Die Familie Schah wurde Pächter. "Unser Marmstorf hat nun endlich wieder sein gesellschaftliches Zentrum zurück", sagt Bliefernicht, der die Eröffnungsrede hielt. Ihm dürfte ein Stein vom Herzen gefallen war.

Die Eröffnung war kein Selbstgänger - überhaupt nicht. Nach dem Vogelschießen 2013 hatte der Vorbesitzer die Konzessionen verfallen lassen. Damit ging nicht mehr, was in den 90 Jahren davor ging. Aus dem Schützenhof wurde ein Veranstaltungszentrum. "Damt stehen wir wir in Sachen Brandschutz auf einer Stufe mit dem CCH", so Bliefernicht. Gekostet hat das nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit. Zwei Jahre später als geplant wurde das Nova eröffnet. zv

Zur Eröffnung spielte der Spielmannszug im Saal. Foto: André Zand-Vakili