Heimfeld – Die Sportanlage der TG-Heimfeld am Waldschlösschen verwandelte sich am Wochenende zum Mekka der Golfkrocket-Spieler aus Norddeutschland: Zwei Tage fanden dort die diesjährigen Norddeutschen Golfkrocketmeisterschaften statt.

Der original englische Krocketsport ist mit dem Gartenkrocket nicht zu vergleichen: Auf einem 32 x 25,6 Meter großen Platz wird eine Kugel mit einem Durchmesser von 95 Millimeter durch Krocket Tore gespielt, die nur einen Zentimeter breiter sind. Konzentration, Ausdauer und Taktik beherrschen das Spiel. Geschlecht, Kondition und Alter sind Nebensache. Wer als erstes sieben Tore für sich entschieden hat, gewinnt das Spiel.

Gemeldet waren Teilnehmer aus Norddeutschland sowie eine hochkarätige Berliner Delegation, zu denen auch der Deutsche Golfkrocketmeister 2020 Ulf Säwert sowie der Dritte der Deutschen Meisterschaften Martin Zander aus Hamburg gehörten.

Gespielt wurde wegen der eher geringen Teilnehmerzahl ein „Jeder gegen Jeden“-System, bei dem sowohl Siege als auch Tordifferenzen am Ende entschieden.
Am Sonnabend konnten aufgrund des guten Wetters von den meisten Teilnehmern sieben Spiele absolviert werden. Schon dort zeichnete sich ein enges Viererteam der Bestplazierten ab.

Lokalmatador Görs Rittich aus der TGH ging als einziger ungeschlagen in den nächsten Spieltag und gewann am Sonnabend knapp gegen die beiden Topfavoriten Ulf Säwert und Martin Zander jeweils mit 7:6 am 13. Tor. Noch vor dem finalen Spiel stand er als Sieger fest, denn alle Spieler hatten mindestens zwei Spiele abgegeben. Als Heimfelder wollte er aber auch das letzte Spiel für sich entscheiden: „Ulrike Potratz aus Berlin hat mir zum Schluss das Leben schwer gemacht und mich bis zum 13. Tor kämpfen lassen.“

Martin Zander als Schiedsrichter und Turnierleiter betonte: „Es ist unglaublich, wie konzentriert Görs Rittich in seinem hohen Alter über zwei Tage taktisch besonnen und klug im entscheidenden Augenblick den besten Deutschlands den Sieg nimmt.“    (cb)