Ratgeber - Im trauten Heim alt werden - das ist der Wunsch vieler Menschen.

Denn ganz unabhängig davon, ob es sich um eine Wohnung oder ein Haus handelt, daheim fühlen sich die meisten Menschen am wohlsten. Damit Senioren in ihrem Zuhause komfortabel alt werden können, müssen ihre Behausungen barrierefrei gestaltet werden.

Barrierefreiheit ohne bauliche Maßnahmen

Ein gewisses Maß an Barrierefreiheit lässt sich auch ohne bauliche Maßnahmen umsetzen. Dies hat gleich mehrere Vorteile:

1.    Solche Maßnahmen sind in der Regel mit geringeren Kosten verbunden.
2.    In Mietwohnungen oder -häusern sind bauliche Maßnahmen häufig nicht erlaubt. Mittel, die ohne Eingriff in die Bausubstanz angebracht werden können, können hier ohne Komplikationen Abhilfe schaffen.
3.    Diese Maßnahmen sind meist leicht an sich ändernde Bedürfnisse anpassbar.

Zu diesen Mitteln zählen zum Beispiel falt- oder klappbare Rollstuhlrampen, welche von Familienmitgliedern oder Pflegepersonal an kurze Treppen angelegt werden können, sodass beispielsweise Eingangsstufen zum Betreten des Hauses mit einem Rollstuhl problemlos überwunden werden können.

Als hilfreich empfunden werden häufig auch diverse Arten von Hebevorrichtungen für die Nutzung der Badewanne, welche die Durchführung der Körperpflege erheblich erleichtern können. Der Nachteil von Mitteln zur Ausgestaltung einer Barrierefreiheit ohne bauliche Maßnahmen ist jedoch, dass sie ab einem gewissen Grad der körperlichen Einschränkung nicht mehr ausreichen.

Bauliche Maßnahmen für barrierefreies Wohnen

Im Eigenheim ist die Ausgestaltung der Barrierefreiheit meist einfacher. Doch auch hier gibt es einige Dinge zu beachten. So muss beispielsweise beim Einbau eines Treppenlifts dem geltenden Baurecht Folge geleistet werden. Besondere Herausforderungen stellen auch verwinkelte oder schmale Treppenaufgänge dar.

Die Hamburger Treppenlifte-Beratung unterstützt Betroffene und Angehörige bei Planung und Bau eines passenden Treppenlifts, damit die Umsetzung dieses Vorhabens für alle Beteiligten möglichst stressfrei ablaufen kann.

Auch für den Bau eines barrierefreien Bads (im Fachjargon auch Sanitärraum genannt) sollten Spezialisten herangezogen werden, die die geltenden Vorgaben kennen und beachten.

Wichtig: Unter bestimmten Voraussetzungen können Zuschüsse beantragt werden, beispielsweise von der Pflegekasse. Für deren Beantragung und Bewilligung sollte jedoch Zeit eingeplant werden.

Wenn es im eigenen Zuhause zu beschwerlich wird

In manchen Fällen ist ein weiterer Verbleib in den eigenen vier Wänden nicht möglich. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn für die nötige Barrierefreiheit bauliche Maßnahmen notwendig, aber nicht durchführbar sind.

Für diese Situationen gibt es zahlreiche Einrichtungen, die unterschiedliche Maße an Selbstständigkeit unterstützen. In der Regel weisen solche Einrichtungen, zu denen beispielsweise Seniorenresidenzen, Alters-Wohngemeinschaften oder Altersheime gehören, eine hohe Barrierefreiheit auf.

Betroffene sowie idealerweise nahe Angehörige sollten die in Frage kommende Einrichtungen genauestens begutachten und auf die notwendigen Installationen, wie beispielsweise einen Treppenlift, achten. So können sie die richtige Wahl treffen und dem komfortablen Lebensabend steht nichts im Wege.

Für jede Situation gibt es eine Lösung

Wenn das barrierefreie Wohnen bei einem älteren Menschen zum Thema wird, gibt es für jede Situation eine adäquate Lösung. Wichtig ist, ein gewisses Maß an Flexibilität zu behalten, denn die Bedürfnisse können sich - beispielsweise nach einem schweren Sturz oder einer Operation - schnell ändern. Betroffene sollten sich rechtzeitig über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Mittel informieren, damit sie den Herbst des Lebens in vollen Zügen genießen können!