Heimfeld - Mitte Juni dieses Jahres kam es zu einer gefährlichen Körperverletzung durch Schussabgaben auf dem Schwarzenberg in Heimfeld, bei der ein 45-Jähriger verletzt wurde. Gestern haben Polizeikräfte einen weiteren Durchsuchungsbeschluss vollstreckt und hierbei einen 30-Jährigen verhaftet sowie zwei weitere Männer vorläufig festgenommen. Bereits Anfang Juli wurden zwei Männer festgenommen.
Im Rahmen der Ermittlungen der Kriminalpolizei geriet ein 30-jähriger Mann in den Fokus, der im Verdacht steht, die Tat im Juni in Auftrag gegeben zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnanschrift in Neugraben.
Einsatzkräfte des Drogendezernats und des Landeskriminalamts der Region Harburg (LKA 18) vollstreckten Dienstagnachmittag den Durchsuchungsbeschluss. Hierbei kam auch das Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes (LKA 24) zum Einsatz. Bei der Durchsuchung wurden eine scharfe Schusswaffe, mehrere Mobiltelefone und insgesamt rund 20.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Die Einsatzkräfte trafen im Wohnhaus auf den 30-jährigen türkischen Tatverdächtigen, der aufgrund zweier Abschiebehaftbefehlen verhaftet wurde. Er wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung dem Amt für Migration übergeben.
Darüber hinaus hielten sich zwei weitere Männer (31, 32) in den Räumlichkeiten auf. Der 31-jährige türkische Staatsangehörige führte hierbei eine Schusswaffe mit sich. Er wurde aufgrund des Verstoßes gegen das Waffengesetz vorläufig festgenommen und nach erkennungsdienstlicher Behandlung dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Dort muss er sich im Laufe des Tages vor einem Haftrichter verantworten.
Bei der dritten Person, einem 32-jährigen Türken, besteht der Verdacht, dass er sich illegal in der Bundesrepublik Deutschland aufhält, sodass er ebenfalls vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem zuständigen Amt für Migration übergeben wurde.
Die gemeinsamen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei, insbesondere zu dem oder den noch unbekannten Schützen, dauern an.
Die Polizei bittet weiterhin Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu Tätern geben können und sonstige Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter der Rufnummer 040/ 4286 - 56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

