Bedrohlicher Zwischenfall am Schwarzenberg: NDR-Team flüchtet vor Messerwerfer
Die Polizei hielt ihre angekündigte Präsenz im Bereich des Parks und der Schulen auch nach dem Vorfall aufrecht.  Foto: Lenthe-Medien
Die Polizei hielt ihre angekündigte Präsenz im Bereich des Parks und der Schulen auch nach dem Vorfall aufrecht. Foto: Lenthe-Medien
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Bedrohlicher Zwischenfall am Schwarzenberg: NDR-Team flüchtet vor Messerwerfer

Harburg - Nur wenige Minuten nach dem Feierabend des neuen Sicherheitsdienstes ist es am Mittwochmittag am Schwarzenberg zu einem bedrohlichen Vorfall gekommen. Ein Kamerateam des NDR fühlte sich von einem Mann bedroht und suchte Schutz auf dem Gelände einer Schule. Die Polizei rückte daraufhin mit zahlreichen Kräften an.

Am Vormittag hatten Bezirksamt Harburg und Polizei Hamburg im Rahmen eines Pressetermins das neue Sicherheitskonzept für den Bereich rund um den Schwarzenbergpark und die angrenzenden Schulwege vorgestellt. Anlass sind mehrere Schussabgaben Ende Juni im Umfeld der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado, bei denen ein Klient verletzt wurde. Künftig sollen zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes während des morgendlichen Schulbeginns für vier Stunden präsent sein; die Polizei kündigte ebenfalls verstärkte Präsenz an.

Gegen 11.45 Uhr fertigte ein NDR-Team weitere Aufnahmen im Umfeld der Schulen und der Einrichtung an. Dabei beobachteten die Journalisten einen Mann, der mehrfach ein Messer gegen einen Baum warf, es wieder aufhob und erneut schleuderte. Als der Mann das Kamerateam bemerkte, steckte er das Messer weg – ging jedoch nach Angaben von Zeugen in bedrohlicher Weise auf die drei Teammitglieder zu.

Die Journalisten flüchteten daraufhin in Richtung Schwarzenbergstraße und suchten Schutz am Nebeneingang einer Schule. Mitglieder des Elternrats alarmierten die Polizei, die binnen kurzer Zeit mit mehreren Streifenwagen eintraf und den Tatverdächtigen noch im Bereich des Parks antraf.

Ein Messer wurde bei dem Mann zunächst nicht gefunden. Mehrere Beamte durchsuchten daraufhin die umliegenden Gebüsche nach der mutmaßlichen Waffe. Da dem Mann nach ersten Erkenntnissen keine konkrete Bedrohungshandlung nachgewiesen werden konnte, erhielt er einen Platzverweis, dem er nachkam.

Brisant ist vor allem der Zeitpunkt des Vorfalls: Der Zwischenfall ereignete sich nur 44 Minuten nach dem Ende des Sicherheitsdienstes – unmittelbar nach einem Pressetermin, bei dem es um mehr Sicherheit rund um den Schwarzenbergpark und die beiden Schulen ging.

Die Polizei hielt ihre angekündigte Präsenz im Bereich des Parks und der Schulen auch nach dem Vorfall aufrecht. Das neue Sicherheitskonzept wird in einem weiteren Bericht vorgestellt.