Harburg -Ein fehlender Fahrschein im Metronom wurde einem per Haftbefehl Gesuchtem zum Verhängnis: Am Dienstag gegen 23.06 Uhr nahmen Bundespolizisten einen gesuchten 46-jährigen Mann nach einer fahndungsmäßigen Überprüfung seiner Personaldaten im Bahnhof Harburg fest.
Zuvor konnte der Mann als Fahrgast in einem Metronom-Zug auf der Fahrt von Winsen nach Hamburg gegenüber dem Zugpersonal keinen Fahrschein vorzeigen. Da sich der serbische Staatsangehörige auch nicht für eine Fahrpreisnacherhebung ausweisen wollte, wurde bei Einfahrt des Metronom-Zuges in den Bahnhof Harburg eine Streife der Bundespolizei zur Unterstützung angefordert.
Die anschließende fahndungsmäßige Überprüfung der Personaldaten des 46-Jährigen ergab sehr schnell, dass der Mann zur Festnahme ausgeschrieben war. "Der wegen Computerbetrugs Verurteilte hatte eine geforderte Geldstrafe plus Verfahrenskosten in der Höhe von rund 3.900 Euro nicht gezahlt und war bislang "untergetaucht“, sagt Polizeioberkommissar Rüdiger Carstens.
Durch die Staatsanwaltschaft Berlin wurde daraufhin Ende Januar 2026 ein Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Jetzt hat der Gesuchte noch eine Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen zu verbüßen.
Carstens: „Der polizeilich bekannte Mann hatte in der Vergangenheit bei polizeilichen Anlässen insgesamt 12-mal Aliaspersonalien genutzt, um seine wahre Identität zu verschleiern. Letztendlich ist es ihm aber nicht gelungen die Polizei-Behörden durch die Täuschungsversuche hinters Licht zu führen."
Der Gesuchte wurde gefesselt für weitere polizeiliche Maßnahmen zum Bundespolizeirevier im Bahnhof Harburg gebracht. Ein angeforderter Arzt stellte die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes fest. Ein durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ. Bis zur Zuführung in eine Haftanstalt verbrachte der Gesuchte die Zeit in einer Gewahrsamszelle der Bundespolizei.


