Harburg – Ein Lehrer der Stadtteilschule an der Maretstraße hat am Montagabend einen Einbruch auf dem Schulgelände im Phoenix Viertel bemerkt und damit einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 18.45 Uhr hörte der Pädagoge Stimmen und Geräusche aus dem Gebäude neben dem Feuervogel – obwohl derzeit Ferien sind – und alarmierte umgehend die Polizei.
Die ersten Streifenwagen trafen wenige Minuten später ein und stellten frische Einbruchsspuren fest. Der Zeuge beobachtete zudem zwei junge Männer, die beim Eintreffen der Beamten aus dem Schulgebäude flüchteten. Beide konnten noch auf dem weitläufigen Gelände gestellt werden.
Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte unter anderem eine Brechstange und weitere Gegenstände, die auf einen Einbruch hindeuteten. Eine dritte Person, die offenbar als „Schmiere“ diente und ebenfalls geflüchtet war, wurde im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung im Umfeld aufgegriffen und vorläufig festgenommen.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Tatverdächtigen um Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren. Sie wurden auf ein Polizeirevier gebracht, identifiziert und anschließend ihren Erziehungsberechtigten übergeben.
An dem Einsatz waren knapp ein Dutzend Streifenwagen sowie ein Diensthund beteiligt. Nachdem die Jugendlichen abgeführt worden waren, durchsuchten die Beamten mehrere Klassenräume. Dabei stellte sich heraus, dass verschiedene Räume durchwühlt worden waren. Die Täter sollen sich nach bisherigen Erkenntnissen über ein Fenster Zutritt verschafft haben.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten ein: Erst vor rund einem Monat war bereits in ein anderes Schulgebäude an der Maretstraße eingebrochen worden. Damals gelang den Tätern die Flucht – mutmaßlich über den angrenzenden alten Harburger Friedhof. Ob zwischen beiden Fällen ein Zusammenhang besteht, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.
