Alarmierendes Ergebnis einer LKW-Kontrolle

Wilhelmsburg - Bei einer Schwerlastkontrolle auf der Raststätte Stillhorn an der A1 sind in der Nacht zum Freitag 16 Fahrzeuge kontrolliert worden. Bei elf Fahrzeugen stellten die Beamten Mängel fest. Das entspricht einer Quote von knapp 68 Prozent.

Was alarmierend klingt, ist nicht ganz so. Es wird nur ein Bruchteil der vorbei fahrenden Lastwagen kontrolliert. Motorradpolizisten lotsen dabei ganz gezielt Laster zur Kontrollstelle, die ihnen auffallen. Die hohe Trefferquote zeigt: Hier haben die Polizisten Erfahrung.

Insgesamt wurden sechs Anzeigen wegen mangelnder Ladungsabsicherung geschrieben, 8 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten geahndet, einmal war der Fahrer nicht angeschnallt und ein weiterer Fahrer erhielt eine Anzeige wegen Mängeln am Fahrzeug.

Der Fahrer eines Sattelzuges hatte zwei 16 Tonnen schwere Pontons für den Hamburger Hafen geladen. Bei ihm wurde die Sicherung der Ladung bemängelt, Gummimatten die gegen das verrutschen der Ladung zwischen die Hafenfahrzeuge gelegt werden müssen, waren nicht vorhanden oder rutschten frei auf der Ladefläche hin und her. Außerdem waren zwei Reifen völlig abgefahren und hatten kaum noch Profil. Da er nur noch ein paar Kilometer bis zum Ziel im Hamburger Hafen hatte, durfte er weiterfahren, um abzuladen. Danach wurde die Weiterfahrt bis zum Reifenwechsel untersagt.

Ein niederländischer Sattelzug hatte 12 Tonnen Baumwolle-Ballen geladen. Obendrauf und hinter dem Fahrerhaus noch ein paar landwirtschaftliche Geräte. Die Ladung war so schlecht gesichert, dass Polizisten die Spanngurte mit bloßer Armkraft hin und her bewegen konnten. Er musste stehen bleiben. Ebenso wie ein polnischer LKW. Er war mit rund 300 kg Überladen und der Fahrer hatte die Lenkzeit deutlich überschritten. Die Weiterfahrt wurde dem Fahrer für elf Stunden untersagt.

Neben Beamten der speziell ausgebildete Kontrollgruppe "Schwerlast" der Verkehrsdirektion der Polizei war auch der Zoll an der Aktion beteiligt. zv