Glüsingen - Großeinsatz der Feuerwehr an der Straße Wennern. Dort stand am Dienstagabend ein etwa 200 Quadratmeter ehemalige Wirtschaftsgebäude in Brand. Flammen schlugen aus dem Dach. Ein dicker Rauchpilz stand über dem Brandort.

Das besondere Problem: Das Dach bestand aus offensichtlich älteren Eternitplatten, die früher aus Asbestfasern hergestellt wurden. Solche Platten sind bereits seit 1993 in Deutschland und seit 2005 in der EU verboten, weil sie Asbest als krebserregend gilt.

Bei den Löscharbeiten platzten viele der Platten durch die Hitze.

Die Feuerwehr war mit rund 100 Einsatzkräfte aus acht Wehren vor Ort. Feuerwehrleute musste das Eternitdach aufnehmen, um an Glutnester zu kommen.

Die Wehren aus Hittfeld und Harmstorf rückte mit ihrer Dekontaminierungsgruppe an, da davon ausgegangen wurde, dass die Einsatzkleidung der direkt zur Brandbekämpfung eingesetzten Feuerwehrleute kontaminiert ist. "Feuerwehrleute wurden direkt nach dem Einsatz abgespült und mussten ihre Kleidung tauschen", so Matthias Köhlbrandt, Pressesprecher der FF Seevetal. Die Löscharbeiten dauerten über zwei Stunden.

 Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Bislang ist noch unklar, wie es zu dem Feuer in kommen konnte. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden rund 300.000 Euro. zv