Harburg - Die Einbruchskriminalität ist im Bezirk Harburg im vergangenen Jahr zwar mit 33,8 Prozent noch einmal deutlich zurückgegangen. Mit insgesamt 325 Fällen liegt der von der Einwohnerzahl zweitkleinste Bezirk bei den absoluten Zahlen hamburgweit auf dem zweiten Platz. Nur im Bezirk Wandsbek gab es mehr Einbrüche.

Ausschlaggebend dürfte die Lage sein. Besonders hoch belastet sind die Stadtteile Neugraben mit 76 Taten und Hausbruch mit 50 Taten. Beide liegen an der Landesgrenze zum Landkreis Harburg, der ebenfalls hoch durch Wohneinbrüche belastet ist. Der gute Anschluss zur A7 gibt den Tätern ideale Fluchtmöglichkeiten. So ist die Zahl der Einbrüche in Neugraben (-26,9 %) und Hausbruch (-13,8 %) zwar rückläufig. Das aber unterproportional.

Höher belastet sind auch der Stadtteil Harburg mit 42 Taten, der Stadtteil Wilstorf mit 41 Taten und Eißendorf mit 37 Taten. In allen Stadtteile lag der Rückgang der Taten im vergleich zu 2020 aber im Schnitt oder sogar darüber.

"Gewinner" war Heimfeld. Dort wurden im vergangenen Jahr 23 Einbrüche gezählt. Das entspricht einem Rückgang von 57,4 Prozent. Der zweite "Gewinner" ist Marmstorf, wo der Rückgang der Einbrüche 55,2 Prozent betrug. 2021 wurden dort noch 13 Wohnungseinbrüche angezeigt.

Auffallend ist die für die Größe der Stadtteile durch recht hohe Zahl von Einbrüchen in Sinstorf (16) und Langenbek (15). zv