Buchholz – Die Polizeiinspektion Harburg hat am Montag in Buchholz die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2021 im Landkreis Harburg vorgestellt. Im Jahr 2021 erfasste die Polizei im Landkreis Harburg 6061 Verkehrsunfälle, das sind 311 Unfälle mehr als im Vorjahr. Zwölf Menschen wurden bei Unfällen getötet, sieben mehr als 2021. (Im Folgenden werden die Vergleichszahlen des Vorjahres in Klammern dargestellt).

Insgesamt gab es 747 (726) Unfälle mit Personenschaden. Bei 620 (619) Unfällen erlitten die Beteiligten leichte Verletzungen. Bei 116 (102) Unfällen waren die Verletzungen schwer. Die Gesamtzahl der bei Unfällen verletzten Personen ist auf 968 (913) gestiegen.

Sechs der Unfälle, bei denen Personen ums Leben kamen, ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften (ohne Autobahnen). Drei Menschen starben bei Unfällen innerhalb geschlossener Ortschaften.

Sieben Personen starben bei Unfällen als Pkw-Insassen; je zwei Mal als Nutzer eines Lkw bzw. Kraftrades. In einem Fall kam eine Fußgängerin ums Leben. Radfahrer kamen 2021 im LK Harburg bei Verkehrsunfällen nicht ums Leben. (In fünf Fällen starben Menschen bei einem Baumunfall.)

Sechs der zwölf Getöteten waren älter als 65, davon vier älter als 75. Einer der Verstorbenen gehörte zur Gruppe der jungen Fahrer (18-24-Jährige).
Auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der PI Harburg kamen 2021 bei zwei Unfällen drei Personen ums Leben. In beiden Fällen fuhr ein Lkw-Fahrer auf ein Fahrzeug am Stauende auf. Einmal starb der Fahrer des auffahrenden Lkw, im zweiten Unfall wurde ein Pkw zwischen zwei Lkw eingeklemmt, beide Insassen des Pkw verstarben.

Insgesamt wurden 2021 auf Autobahnen im Landkreis Harburg 894 (785) Unfälle registriert. Bei 13 Unfällen (Sieben) erlitten Beteiligte schwere Verletzungen. Auf den Autobahnen war im ersten Jahr der Pandemie das Verkehrsaufkommen zeitweilig um bis zu 50 % zurückgegangen.
Als häufigste Unfallursache wurde im Jahr 2021 mangelnder Abstand erfasst. Hier gab es insgesamt 459 (478) Fälle.

Als weitere häufige Ursache ist nicht angepasste Geschwindigkeit zu nennen. Diese spielte in 377 (301) Fällen eine Rolle. Mit einigem Abstand folgen Fehler beim Gewähren der Vorfahrt 279 oder beim Abbiegen 130.

Alkoholeinfluss war in 95 (88) Fällen die Ursache für den Unfall. Eine Beeinflussung durch Drogen oder Medikamente spielte in 16 (5) Fällen eine Rolle. (cb)