Feuer

Harburg - Eine Kerze, die zur Beleuchtung aufgestellt war, könnte das verheerende Feuer, bei dem am 19. September zwei Menschen im Phoenix-Viertel starben, ausgelöst haben. Das haben Ermittlungen der Experten der Brandermittlung des Landeskriminalamtes ergeben.

Ein technischer Defekt als Brandursache wird weitgehend ausgeschlossen. In der Erdgeschosswohnung des Mieters in der Lassallestraße, in der das Feuer ausbrach, waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs sowohl Strom, wie auch die Heizung abgestellt. Ebenso liegen keine Hinweise darauf vor, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte.

Bei dem Feuer starben der Mieter der Brandwohnung und der Mieter einer Wohnung im ersten Stock, der mit seiner Frau in Panik aus dem Fenster gesprungen war. Die Frau überlebte schwer verletzt. Zwölf weitere Bewohner waren von der Feuerwehr unter sogenannten Fluchthauen, die vor Rauch schützen, durch das bereits stark verqualmte Treppenhaus gerettet worden.

Der Brand hat auch ein Nachspiel in der Bezirksversammlung. Dort will man Experten von Polizei und Feuerwehr zu dem Einsatz hören, nachdem es zunächst hieß, eine Drehleiter habe wegen der Parksituation nicht bis an das Haus heran fahren können. Das wurde zwischenzeitlich aus Kreisen der Sicherheitsbehörden verneint. "Der erste Fluchtweg ist immer das Treppenhaus. Er wurde in dem Fall auch genutzt", so ein Feuerwehrmann. Im Notfalle wären tragbare Steckleitern zum Einsatz gekommen, die schneller bereit sind als eine Drehleiter.

Allerdings ist bekannt, dass Wohngegenden wie das Phoenix-Viertel enge Straßen haben und die Häuser oft nicht modernen Brandschutzanforderungen entsprechen. zv