Harburg - IS-Rückkehrerin lebte in Harburg. Diese über eine Agentur verbreitete Nachricht verbreitete sich am Donnerstag über verschiedene Medien. Es ist offenbar ein Fehler. Zwei der acht Frauen, die die Bundesregierung aus dem Gefangenenlager Roj im Nordosten Syriens nach Deutschland zurückgeholt hat, fallen in den Zuständigkeitsbereich der Sicherheitsbehörden in Hamburg.

Dabei handelt es sich um eine 33 Jahre alte Frau aus Bremen. Die Hamburger Generalstaatsanwaltschaft ist auch dort für Staatsschutzdelikte zuständig.  Aus Hamburg ist eine 37-Jährige. Solale M. hatte vor ihrer Ausreise in Richtung Syrien in Steilshoop gewohnt.

harburg-aktuell ging auf Spurensuche. Die Frau wurde in Teheran im Iran geboren, kam nach Deutschland. Hier nahm sie die deutsche Staatsbürgerschaft an. Bis 2011 lebte sie tatsächlich im Süden Hamburgs: Allerdings im zum Bezirk Mitte gehörenden Stadtteil Veddel in einer Wohnung an der Veddeler Brückenstraße.

2011 wurde ihre Tochter geboren. 2012 ließ sie sich von ihrem Mann scheiden. Im Juli 2014 war sie über die Türkei in Richtung Syrien aufgebrochen. Ihre beiden kleinen Kinder, die von zwei verschiedenen Vätern stammen, nahm sie mit. Der Väter des zuerst geborenen Kindes, der gemeinsam mit seiner Ex-Frau das Sorgerecht hatte, erstatte Anzeige wegen Kindesentziehung.

"In Syrien erzog die Beschuldigte ihre Kinder im Sinne der radikal-islamistischen Lehre des IS und setzte sie der Willkürherrschaft, ideologischen Indoktrination und Kampfhandlungen aus. Zudem führte die Beschuldigte den Haushalt für ihren Ehemann, der sich als Kämpfer ebenfalls dem IS angeschlossen hatte", heißt es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft. Die Frau muss sich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Entziehung Minderjähriger verantworten. zv