Eißendorf - Brandanschlag auf einen mobilen Blitzer.

Am Hainholzweg wurde einer der Blitzanhänger des Landesbetrieb Verkehr angesteckt. Das rund 150.000 Euro teure Gerät dürfte ein Totalschaden sein. Das Feuer zerstörte die Elektronik.

Gegen 5:20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Eißendorf zu einem "Feuer klein" alarmiert. Als das Löschfahrzeug am Einsatzort ankam, sahen die Feuerwehrleute, was da brannte. Es war einer der Blitzanhänger, die an verschiedenen Stellen in der Stadt postiert werden, um Tempo-Sünder zu erwischen.

Aus dem Hänger schlugen Flammen. Die Feuerwehrleute mussten ±mit einer Flex ein Loch in die Außenhaut des Blitzgerätes schneiden, um die Flammen ablöschen zu können. Denn die Blitzanhänger sind wie eine Schildkröte mit einem Panzer versehen. Offenbar ahnten die Konstrukteure, dass die Geräte nicht nur auf Zustimmung stoßen.

Am Vormittag der zweite Einsatz. Die Batterie, die die Technik mit Strom versorgt, hatte angefangen zu qualmen. Nach den erneuten Löscharbeiten und der Spurensicherung durch Kripobeamte wurde der Blitzer sichergestellt und per Abschlepper abtransportiert.

Nach dem Ende der Löscharbeiten war klar: Dieser Blitzanhänger blitzt nicht mehr. Polizisten flatterten ihn mit Trassierband ab. Brandermittler übernahmen den Fall.

Bei der Polizei geht man davon aus, dass brennbare Flüssigkeit über den Anhänger geschüttet wurde und durch Ritzen ins Innere lief. Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang keine.

Von den Blitzanhängern gab es bislang acht in der Stadt. Bis zum Ende der Legislaturperiode will der rot-grüne Senat die Zahl auf 20 erhöhen.

Zerstörungen an den Geräten kommen immer wieder vor. Mitte des Jahres stellte die Polizei fest, dass es bei jedem vierten Einsatz zu Beschädigungen kommt. Meist waren es Farbschmierereien auf der Panzerglasscheibe, hinter der sich die Kamera und der Blitz befinden.

Sollte der Täter ein "geblitzter" Autofahrer sein, wird er nicht um das "Knöllchen" herum kommen. Die Bilder werden nicht auf Film gebannt, sondern elektronisch gespeichert und gleich nach der Aufnahme versendet zv

In die Außenpanzerung musste für die Löscharbeiten ein Loch geflext werden. Foto: André Zand-Vakili