Drogenszene

Harburg - Ab Mitte Oktober wird eine Harburger Abordnung mit am runden Tisch der Task Force sitzen,

die 2016 zu Bekämpfung der offenen Drogenszene eingerichtet wurde. Dort werden Entwicklungen und Einsatzkonzepte besprochen. Die Maßnahme ist nötig, weil die Drogenszene in Harburg, insbesondere um das "Abrigado" immer weiter anwächst.

Es ist auch die intensive Bekämpfung der offenen Dealer- und Drogenszene auf St. Pauli, in St. Georg und im Schanzenpark, die zu einer Verdrängung nach Harburg geführt hat. Zwar haben Süchtige bei einer Kontrolle keine großen strafen zu fürchten, aber das bei ihnen gefundene Rauschgift ist weg.

In Harburg ist der Kontrolldruck nicht so hoch. Im Gegensatz zu den Brennpunkten nördlich der Elbe stehen für Schwerpunkteinsätze nur sehr begrenzt zusätzliche Kräfte, wie Bereitschaftspolizei, zur Verfügung.

Die Drogenszene in Harburg ist aber längst nicht mehr "lokal", sondern eher "international". Brennpunkte wie das "Abrigado" haben eine hohe Anziehungskraft. auch außerhalb der Öffnungszeiten, in denen es dort Beratung gibt oder Drogenkonsum möglich ist. Anfang September stellte die Polizei dort außerhalb der Öffnungszeiten eine Ansammlung von knapp 40 Personen fest, die sich auf dem Vorplatz tummelten. Offenbar wurde dort auch in größerem Umfang gedealt. Die Beamten stellten eine Tasche sicher, in der mehr als 100 Gramm Kokain, längst keine kleine Menge mehr, entdeckt wurde.

Bei der Polizei geht man zusätzlich davon aus, dass mit einer Umzäunung des Jüdischen Friedhofs, der zu einem Drogenkonsumplatz verkommen ist,  das Problem nicht verschwindet, sondern lediglich in die nähere Umgebung verlagert..

Durch den Platz am "runden Tisch" erhofft man sich in Harburg auch eine Sensibilisierung für die Problematik und, wenn es gut läuft, auch hin und wieder Verstärkung zur Bekämpfung der hiesigen Drogenszene. zv