Harburg - Die Szene kennen viele. Morgens "rangeln" sich die Autos vor den Grundschulen. Elter würden ihre Kinder am liebsten direkt ins Klassenzimmer fahren.

Dabei ist das der falsche Weg. Die Kinder bleiben nicht nur "Verkehrsdoofies". Es entstehen durch die "Elterntaxis" auch oft ungewollt gefährliche Situationen. "Von den Erstklässlern werden gut die Hälfte der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht", so die Leitung einer Harburger Schule. In einem Fall kutschierten Eltern ihr Kind von der 300 Meter entfernten Wohnung zur Schule.

Das ist nach Ansicht der Polizei der völlig falsche Weg. "Man muss den Kindern die Chance, selbst Erfahrungen zu machen, daraus zu lernen und das nötige Selbstbewusstsein für eine sichere Verkehrsteilnahme zu erwerben", so Ulf Schröder, Leiter der Verkehrsdirektion der Hamburger Polizei. Deshalb startet am Montag in Kooperation mit der  Schulbehörde, die Unfallkasse Nord  die 3-wöchige Aktion "Zu Fuß zur Schule".

Die Polizei Hamburg erinnert daran, wie wichtig es für Kinder ist, ihren Schulweg zu Fuß und selbstständig zu bewältigen. Kinder, die ihren Schulweg allein zu Fuß zurücklegen, lernen viel und werden dem Straßenverkehr selbstbewusster und mit mehr Verhaltenssicherheit begegnen. Sicheres Verhalten im Straßenverkehr kann unser Nachwuchs nur trainieren, wenn er sich auch selbstständig im Straßenverkehr bewegt.

Flankiert wird die Aktion durch täglich Verkehrskontrollen inklusive Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulen. Außerdem wird die Polizei die Fahrer der"Elterntaxis" für Gefahren, die von Autos im Schulumfeld ausgehen, sensibilisieren . zv