Mordkommission

Harburg – Beamte der Mordkommission der Hamburger Polizei mussten am Donnerstag Nachmittag zum Jüdischen Friedhof

auf dem Schwarzenberg anrücken. Dort hatte es kurz zuvor einen grausigen Fund gegeben: Zwischen den Gräbern wurde die Leiche eines Mannes entdeckt. Der Friedhof liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Drogehilfezentrum „Abrigado“.

Bei dem Toten handelt es sich um einen 34 Jahre Georgier. Der Tote, so hieß es, hatte sichtbar blutende Verletzungen. Zudem war er weitgehend unbekleidet. Unmittelbar nach der Entdeckung des Toten nahmen Polizisten der Nähe des Tatorts einen Verdächtigen fest. Der Mann hatte Blutanhaftungen an den Händen.

Zunächst ging die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. Beamte der Mordkommission und Kriminaltechniker sicherten spuren. Später wurde der Tote in die Rechtsmedizin gebracht. Bei der Eilsektion stellte sich heraus, dass der 34-Jährige mit großer Wahrscheinlichtkeit sich selbst getötet hatte. Der Mann mit den Blutanhaftungen war dazu gekommen und hatte den bereits leblose angefasst.

Der Jüdische Friedhof ist bereits seit längerem als Konsumplatz für Drogenksüchtige bekannt. Der 34-Jährigen wird, wie der zunächst verdächtige Mann der Szene zugerechnet. (zv/cb)

Beamte der Mordkommission auf dem jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg bereiten sich auf die Spurensicherung vor. Foto: André Zand-Vakili