Ab dem 10. September 2026 starten die Arbeiten zum Umbau der Verkehrsflächen rund um den ZOB Harburg. Foto: Christian Bittcher
Ab dem 10. September 2026 starten die Arbeiten zum Umbau der Verkehrsflächen rund um den ZOB Harburg. Foto: Christian Bittcher
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Stöver: Harburg droht durch Großbaustelle am "Doppelknoten" Verkehrschaos

Harburg. Der sogenannte „Doppelknoten“ ist die „Herzkammer des Harburger Innenstadtverkehrs.“ Mit der Buxtehuder Straße/B73, der Hannoverschen Straße mit ihren nördlichen und südlichen Abschnitten, der Walter-Dudek-Brücke und der Moorstraße fließen dort zentrale Verkehrsadern aus allen Himmelrichtungen zusammen. Knapp 40.000 Kraftfahrzeuge verkehren dort an einem durchschnittlichen Werktag, darunter allein 2.000 Laster und Busse.

Birgit Stöver (CDU) schlägt Alarm: „Wenn ab diesem Donnerstag, 10. September, der langfristige Umbau dieses neuralgischen Bereichs in die finale Phase geht, droht ein beispielloses Verkehrschaos für Harburg, Hamburg und weit über die Stadt hinaus.“

Dies gilt umso mehr, als dass der rot-grüne Senat beim Umbau des Doppelknotens und beim Neubau des unmittelbar anliegenden ZOB bereits mehrfach Fristen gerissen hat und immer wieder Verzögerungen eingestehen musste. Beispielsweise kündigte der Senat in seiner Antwort auf eine Anfrage (Drs. 23/1887) der Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordneten, Birgit Stöver, noch Ende Oktober 2025 an, dass die Fertigstellung und die Freigabe der Hannoverschen Straße für April 2026 vorgesehen gewesen sein. Der ausführende Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) schreibt auf seiner Projektseite (https://lsbg.hamburg.de/doppelknoten-harburg, letzter Zugriff: 08.09.2026) mittlerweile allerdings, dass der Abschluss der dortigen Arbeiten erst bis Ende 2027 eingeplant sei.

Dazu Birgit Stöver, zuständige Harburger Wahlkreisabgeordnete: „Die Großbaustelle am Harburger Doppelknoten ist buchstäblich eine Operation am offenen Herzen und zugleich längst überfällig. Seit der Schließung des ZOB vor drei Jahren wird an diesem neuralgischen Verkehrskreuz mehr schlecht als recht rumgedoktert. Die Hauptleidtragenden sind die Anwohner und Geschäftsleute entlang der Ausweichroute aus Wilstorfer Straße und Harburger Ring. Diese Trasse war nie für Ausweichverkehre mit Fahrzeugzahlen im fünfstelligen Bereich und hunderte Busse pro Tag ausgelegt. Gleiches gilt für die Ersatzhaltestelle am Harburger Ring. Dieses denkbar ungeeignete Provisorium muss seit 2023 als ZOB-Ersatz herhalten. Ich kann nur hoffen, dass das jetzt vom Senat angepeilte Baufenster auch das wirklich gültige und letzte ist. Weitere Verzögerungen sind den betroffenen Menschen und Betrieben einfach nicht mehr zumutbar. Die Bauzeit sollte daher mit Maßnahmen des Bauens im Mehrschichtbetrieb und an Wochenenden auf ein Minimum reduziert werden. Die CDU wird aktiv verfolgen, ob diese Bauformen dort zum Wohle der Harburger zum Einsatz kommen.“

Wenig begeistert ist die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Harburg-Mitte auch von den vom LSBG vorgestellten sieben neuen Ausweichrouten. Diese „neuen“ Ausweichrouten sind wie der Straßenzug Wilstorfer Straße/Harburger Ring entweder schon hoffnungslos überlastet oder eignen sich aufgrund von Einspurigkeit und vielen Ampeln nicht als effektiver Ersatz. Dies lässt Schlimmes mit Blick auf die Verkehre aus und in Richtung A7 über die Buxtehuder Straße, A1 über Walter-Dudek-Brücke und Hannoversche Straße Nord und in Richtung niedersächsisches Umland über die

Hannoversche Straße Süd und die Winsener Straße erwarten. „Kleinste Störungen auf den überregionalen Achsen A1 und A7 oder auch nur der normale Ferienreiseverkehr führen im Herzen Harburg schon seit Jahren regelmäßig zu Verkehrschaos. Wenn der Doppelknoten lange Zeit dicht ist, droht hier ein noch viel größeres Chaos als ohnehin schon. Vor allem durch die regelmäßigen Vollsperrungen auf der A7 bzw. des Elbtunnels und auf der A1 droht hier gewaltiges Ungemach“, befürchtet Stöver.