Harburg - Im Juni wurden innerhalb weniger Tage zweimal Schüsse an der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado in Harburg abgegeben. Zwei benachbarte Schulen mussten zeitweise abgeriegelt werden. Anwohner, Schüler und Eltern erlebten Stunden voller Angst.
Birgit Stöver (CDU) sagt dazu: „Dies stellte den vorläufigen dramatischen Höhepunkt einer sich seit Jahren immer schneller drehenden Eskalationsspirale dar. Belästigungen, offener Drogenkonsum, Spritzenfunde und Vermüllung auch auf dem Schulgelände häuften sich über die Zeit extrem.“
Laut Angaben des rot-grünen Senats wird die seit zehn Jahren geforderte Standortverlagerung erst Ende 2028 erfolgen. Aus Sicht der CDU ist diese erneute Hängepartie selbst bei konsequenter Anwendung der von der Sozialbehörde hektisch angekündigten Sofortmaßnahmen nicht länger hinnehmbar. Stattdessen bedarf es unverzüglich der Einrichtung einer ausreichend dimensionierten Übergangslösung, fordert die CDU.
Mit einem Antrag für die nächste Bürgerschaftssitzung setzt sich die CDU-Fraktion daher für die unverzügliche Schaffung einer Übergangslösung in modularer Bauweise beziehungsweise in Form einer Containeranlage ein. Der Standort muss hierbei für die Zielgruppe gut erreichbar sein, darf aber nicht in unmittelbarer Nähe zu Schulen und Kindertagesstätten liegen. So kann die angespannte Lage bis zum Bezug der neuen Dauerlösung kurzfristig entschärft werden.
Dazu Birgit Stöver, zuständige Harburger Wahlkreisabgeordnete: „Die Zeit der rot-grünen Ausreden und Alibis ist vorbei. Denn die Zustände am aktuellen Standort in der Schwarzenbergstraße sind für die Betroffenen vor Ort längst nicht mehr tragbar. Es braucht daher unverzüglich eine Übergangslösung.“
Sie fügt hinzu: „Dies würde sowohl den Betroffenen vor Ort Ängste und Sorgen nehmen als auch den Klienten des Abrigado die gebotene Betreuung bis zum Bezug des neuen Langzeitstandortes garantieren. Für diesen Interimsstandort müssen Senat, Bezirksamt, Polizei, der Trägerverein, Straßensozialarbeit und etwaige Einrichtungen im Umfeld zugleich gemeinsam ein verbindliches Sicherheits-, Verkehrs- und Umfeldkonzept erarbeiten.“


