André Trepoll: "Negative Baumbilanz für Harburgs grüne Lunge“
Das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz. Foto: Christian Bittcher
Das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz. Foto: Christian Bittcher
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André Trepoll: "Negative Baumbilanz für Harburgs grüne Lunge“

Harburg - Ob Harburger Berge, Heimfelder Holz oder Vollhöfner Wald: Mit seinen ausgedehnten Grün- und Waldflächen im Westen, Süden und Osten des Bezirks erfüllt Harburg eine wichtige Funktion im Hamburger Ökosystem.

Doch Harburgs ´grüne Lunge´ hat es zunehmend schwer, teilte André Trepoll von der CDU heute mit: „So gab es 2025 südlich der Elbe unter dem Strich, also unter Einbeziehung der gefällten und nachgepflanzten Gewächse, fast 4.000 Bäume weniger als im Referenzjahr 2015.“ Dies geht aus einer Berechnungstabelle der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor. Quelle hierfür waren und sind zum großen Teil Senatsantworten auf CDU-Anfragen sowie öffentliche zugängliche Quellen wie die Klimabilanzen der Behörde für Umwelt, Klima und Energie (BUKEA).

Die von der CDU jüngst vorgelegten Reihendaten belegen sehr deutlich die umweltpolitischen Versäumnisse von SPD und GRÜNEN in den vergangenen zehn Jahren. Darüber können auch nicht die vom rot-grünen Senat in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen zur Straßenbaumbilanz 2025 hinwegtäuschen, wonach im Berichtszeitraum zumindest stadtweit erfreulicherweise mehr Bäume nachgepflanzt als gefällt werden.

Der Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordnete, André Trepoll, fällt daher ein deutliches Urteil: „Alt wie ein Baum – dieser romantische Liedtitel findet sich in der Harburger Gegenwart immer seltener wieder. Fast 4.000 Bäume weniger in zehn Jahren sind nicht nur ein umweltpolitischer Offenbarungseid und ein Angriff auf die Flora und Fauna in unserem Bezirk. Vielmehr verschlechtert dieser Kahlschlag auch die Lebensqualität in den betroffenen Stadtteilen unmittelbar.“

Das Harburger Baumdefizit speist sich laut CDU hierbei aus verschiedenen Quellen: Während es im allgemeinen öffentlichen Grün (ohne Straßenbäume) im vergangenen Jahr 895 Bäume weniger gab als 2015, waren es auf privatem Grund sogar 2.479. Außerdem wurden zwischen 2015 bis Ende 2024 bezirksweit 591 Straßenbäume mehr gefällt als nachgepflanzt (Daten zu Straßenbäumen für 2025 liegen noch nicht vor). In jeder dieser Baumkategorien lag Harburg somit gemessen am Baumdefizit auf einem der beiden vorderen Plätze unter den sieben Bezirken.

„Diese Spitzenposition ist alles andere als schmeichelhaft für unseren Bezirk und auch nicht im Sinne der Harburgerinnen und Harburger. Ich erwarte vom Senat und vom Bezirksamt, dass diese unverzüglich deutlich mehr Anstrengungen für den Erhalt des Harburger Baumbestandes unternehmen als in den letzten zehn Jahren“, fordert der CDU-Kreisvorsitzende unmissverständlich.

Trepoll, der seit 2024 die Interessen der Harburger in Hamburgs Landesparlament vertritt: „Über Jahre hinweg haben SPD und insbesondere die Grünen zugesehen, wie das Baumdefizit immer größer wurde. Wer früher bei jedem gefällten Baum lautstark protestierte, trägt heute seit über zehn Jahren Regierungsverantwortung und muss sich an den eigenen Ergebnissen messen lassen. Hamburg braucht endlich eine echte Nachpflanzoffensive. Die CDU ist die einzige Fraktion, die hierfür ein konkretes Baum-Nachpflanzungskonzept vorgelegt hat. Statt Symbolpolitik braucht Hamburg verbindliche Pflanzziele, zusätzliche Baumstandorte und eine transparente Erfolgskontrolle. Nur so lassen sich das Stadtklima verbessern, Hitzeinseln reduzieren und die entstandene Baumlücke dauerhaft schließen."

Das Baumkonzept der CDU Hamburg ist hier abrufbar: Baumnachpflanzungskonzept der CDU Hamburg <https://cduhh.de/baum-nachpflanzungskonzept/>.