Harburg - Der Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordnete André Trepoll schlägt Alarm: „Der Bezirk ist Schlusslicht bei der Kriminalitätsentwicklung, nur in Harburg wurden im ersten Halbjahr 2026 nicht weniger Straftaten dokumentiert.“
Die Kriminalitätszahlen, die für das erste Halbjahr des laufenden Jahres kürzlich für alle Bezirke vorgelegt wurden, seien betrüblich, so Trepoll. „Demnach sank die Zahl, der zwischen Januar und Juni registrierten Straftaten in zwar in fast allen Bezirken zwischen 3,2 Prozent in Hamburg-Mitte und 14,2 Prozent in Altona. Stadtweit wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 103.000 Straftaten erfasst. Dies entspricht für Hamburg insgesamt einem Rückgang um 5,9 Prozent. Die einzige Ausnahme dieser ansonsten erfreulichen Entwicklung: Der Bezirk Harburg. Südlich der Elbe stagnierte die Kriminalitätsentwicklung und verblieb damit auf anhaltend hohem Niveau“, heißt es.
Für den Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordneten fügt sich dieser Umstand in eine längere Entwicklung: „Sicherheit und Ordnung stehen in Harburg seit Jahren unter wachsendem Druck. Die Schüsse an der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado im vergangenen Monat haben dies erneut schonungslos gezeigt. Die wiederkehrenden Großeinsätze im Phoenix-Viertel oder das Einbruchsgeschehen an der Grenze zu Niedersachsen belegen dies bereits seit Jahren. Doch statt dieser ungeschminkten Wahrheit ins Gesicht zu sehen und entschlossen dagegen anzuarbeiten, ergeht sich der Innensenator in symbolischem Schulterklopfen für die Entwicklung nördlich der Elbe. Vor diesem Hintergrund ist der ´Sprung über die Elbe´ für die Harburgerinnen und Harburger sicherheitspolitisch längst zum Sprung in die Elbe geworden.“
Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung bleibt aus Trepolls Sicht die Ausstattung der beiden Harburger Polizeikommissariate. Von Bagatellvergehen bis schwerste Straftaten wurden die in Harburg eingesetzten Beamtinnen und Beamten 2025 zu insgesamt fast 22.000 Einsätzen (PK 46: 14.674; PK 47: 7.222) gerufen, wie der Abgeordnete aus Süderelbe bereits Anfang März mit einer Anfrage an den Senat (Drs. 23/3134) herausgefunden hatte. „An Arbeit mangelt es den Polizistinnen und Polizisten bei uns in Harburg beileibe nicht. Umso ärgerlicher ist, dass an beiden Harburger Polizeikommissariaten seit Jahren dutzende Dienstposten unbesetzt bleiben müssen, weil der rot-grüne Senat zu wenig Mittel bereitstellt. Dieses Sparen am falschen Ende muss endlich ein Ende haben. Das sind wir sowohl den Beamten als auch den Opfern von Straftaten schuldig. Die aktuellen Halbjahreszahlen verdeutlichen dies erneut“, resümiert Trepoll.

