Harburg - Qualität hat er ja, der Uwe Schneider von der CDU - zumindest als Druck. Noch immer buhlt er im Binnenhafen um Wählergunst, um einen Sitz im Bundestag zu ergattern. Der Zug ist ja bekanntlich ohne ihn abgefahren. Bereits am 26. September wurde der 20. Bundestag gewählt. Den Wahlkreis, zu dem Harburg gehört, gewann Metin Hakverdi von der SPD.

Jetzt ist Geduld gefragt. Vielleicht hält das Plakat ja bis zum 26. Oktober 2025 durch, wenn der nächste Bundestag gewählt wird. Qualitativ scheint das Plakat ja entsprechendes Durchhaltevermögen zu haben. Schneider blickt einen immer noch mit gesunder und nicht vergilbter Gesichtsfarbe an.

Eigentlich müssen Wahlplakate von der Parteien schon eine Woche nach der Wahl wieder entfernt sein. Dass das Plakat dort noch prangt, dürfte daran liegen, dass es an der Theodor-Yorck-Straße im Binnenhafen steht, die eigentlich schon lange offiziell gewidmet, also als öffentliche Straße deklariert worden sein. Das ist bislang nicht geschehen. Sie ist immer noch eine Privatstraße. Damit steht das Plakat auch nicht im öffentlichen Raum, für den die Verwaltung zuständig ist. Ein Entfernen des Wahlplakates wäre Privatsache. zv