Hittfeld - Die CDU-Kandidatin Emily Weede hat es gemacht. Sie dürfte die nächste Bürgermeisterin der Gemeinde Seevetal sein und Martina Oertzen, die nicht wieder antrat, ablösen. Über 57 der Wähler hatten, so der Stand kurz vor dem Ende der Auszählung, ihr ihre Stimme gegeben. "Da kann nichts mehr anbrennen", sagt ein Parteikollege.

Von Weede, "überwältigt" und "dankbar", gab es den üblichen Lob für Helfer, Freunde, Wähler und Familie. Sie wolle, dass Seevetal eine "liebenswerte und lebenswerte Gemeinde" bleibe, die sie weiter "zukunftsfähig" machen will.

Lob gab es für Oertzen, die ihr eine solide Verwaltung aufgestellt habe. "Damit kann man nach vorn gehen und die Aufgaben, die zweifelsohne anstehen, bewältigen kann", so Weede. Man werde eine "ganze Reihe von Punkten" angehen müssen, die über Verkehr, Bauen bis Klimaschutz gehen. "Da wird viel parallel laufen", so Weede. "Aber viele Dinge müssen gleichzeitig angegangen werden."

Gar nicht erst aufgetaucht war der Bürgermeisterkandidat der SPD, Manfred Eertmoed, Postenprofi im Genossen-Kosmos, der nach acht Jahren Bürgermeisteramt im ostfriesischen Hinte, glückloser Kandidatur in Emden und "Überbrückungsposten" als hauptamtlicher Referent für die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik, in Seevetal sein Glück versucht hatte.

Er war lieber gleich zur Wahlparty der SPD im Meckelfelder Schützenhof gefahren. "Das es schwer werden würde, war mir bewusst", sagt Eertmoed. "Ich hatte natürlich gehofft, dass es am Ende knapp reichen könnte. Jetzt sieht es so aus, das es nicht reicht." Über 40 Prozent sieht er angesichts des Umstands, dass ihn letztes Weihnachten kaum jemand in Seevetal kannte, als gutes Ergebnis der Stichwahl. zv