Fahrradstellplatz

Harburg - Dieser Antrag dürfte vor allem Bewohner von Wohngegenden mit Mehrfamilienhäusern und begrenztem Parkplatzangebot interessieren.

SPD und Grüne möchten den Bau von Fahrradhäuschen fördern. Dafür sollen auch, wenn nötig, Parkplätze geopfert werden. Wörtlich heißt es in dem Antrag: "Der Wegfall eines PKW-Stellplatzes sowie städtebauliche oder soziale Erhaltungsverordnungen stellen keinen Hinderungsgrund für eine Sondernutzungsgenehmigung dar".

Jetzt will man Betreiber für die Fahrradhäuschen, die laut Antragsteller um die 8000 Euro kosten, finden. Dabei ist an eine Förderung von um die 4000 Euro gedacht. Vorbild ist dabei der Bezirk Nord.

Die Begründung liefern die Antragsteller gleich mit. "Im Bezirk Harburg kommen viele verdichtete Stadtgebiete ohne Fahrradkeller für die Aufstellung von Fahrradhäuschen in Frage. Aber auch in Reihenhaus- und Plattenbausiedlungen stehen aufgrund räumlicher Enge, Hanglage und Treppenzugängen zu den einzelnen Häusern oft keine sicheren Abstellmöglichkeiten zur Verfügung. Der Diebstahldruck wird Harburg-weit als hoch wahrgenommen", heißt es in dem Antrag.

Tatsächlich ist im Bezirk der Fahrraddiebstahl im vergangenen Jahr auf 730 Taten im vergangenen Jahr angestiegen. Allerdings passierten rund 80 Prozent der Taten in den vier Stadtteilen, in denen S-Bahnhöfe liegen. In ihrem Umfeld liegen nach Erfahrung der Polizei die mit Abstand meisten Tatorte. zv