Harburg - Die CDU hat den Harburger Rathausplatz ins Visier genommen. Gleich eine Kleine Anfrage und ein Antrag

beschäftigen sich mit dem Platz. Die Themen sind Alkoholverbot und Fahrradfahrer. Damit kitzelt die CDU die Koalition aus SPD und Grüne. Beide hatten sich in der Vergangenheit extrem schwer mit dem Alkoholverbot getan, während der Platz für den größten Teil der Bevölkerung unannehmbar wurde. Erst 2017, nach zahlreichen gescheiterten Versuchen die Trinkerszene durch soziale Maßnahmen in den Griff zu bekommen, wurde das Alkoholverbot beschlossen und umgesetzt - mit guten Erfolg. Der Rathausplatz hat sich wieder in einen Platz "für alle" zurückverwandelt.

Jetzt mahnt die CDU mit ihrem Antrag die bereits lange angekündigte Ausweitung des Alkoholverbots auf die Fläche südlich des Rathausplatzes im Bereich Max-Schmeling-Park und Bauamt an. "Auf wiederholtes Nachfragen hat die Bezirksverwaltung mitgeteilt, dass die Verzögerung bei der Umsetzung eingetreten sei, weil Abklärungen mit der Fachbehörde über die Zuständigkeit und Ausweisung der Fläche erforderlich waren", heißt es in der Anfrage. "Es war wiederholt angekündigt worden, dass die restliche Anweisung spätestens bis Herbst 2018 erfolgenöwürde. Leider ist dieses offenbar auch weiterhin nicht geschehen."

Jetzt will die CDU wissen, warum die Umsetzung des Alkoholverbots in dem Bereich nicht klappt.

Auch das Thema Radfahrer, wird SPD und Grüne nicht schmecken, favorisieren sie doch das Fahrrad als zu bevorzugendes Verkehrsmittel. auf dem Rathausplatz soll es unterbunden werden. Denn der ist als öffentliche Grünfläche ausgewiesen. Radfahren ist dort verboten. "Gleichwohl kommt es immer wieder zu Behinderungen und Beeinträchtigungen von Fußgängern, insbesondere älteren Menschen und Behinderten sowie Kindern, durch unzulässiges Radfahren", so die CDU in ihrem Antrag. Darüber hinaus habe es auf dem Rathausplatz bereits mehrere Stürzte von Radfahrern gegeben. Das habe Kritik an der Verwaltung ausgelöst.

Ist will die CDU, dass die Bezirksversammlung die Verwaltung und die Polizei dazu auffordert, das Radfahrverbot auf dem Rathausplatz auch nachhaltig durchzusetzen. zv