Harburg – Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg hat die Faxen dicke: Sie will jetzt

klipp und klar vom Bezirksamt und wenn möglich auch vom Investor selbst wissen, warum es beim geplanten Hotel auf der alten Beachclub-Fläche am Veritaskai immer wieder zu Verzögerungen kommt. Deshalb fordert sie jetzt einen ausführlichen Bericht im Stadtentwicklungsausschuss. „Seit Jahren werden wir hingehalten“, meint CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. „Das Ganze ist längst ein Ärgernis.“

Rundherum entwickele sich der Binnenhafen spürbar dynamisch, nur auf dem Baugrundstück tue sich nichts. Fischer: „Bei Blick auf andere, in der Nähe geplante Hotels können Zweifel aufkommen, ob das Hotel am Veritaskai noch realistisch geplant wird oder ob man aufgrund der Konkurrenzsituation schon Abstriche macht.“

Wie berichtet will nur 200 Meter entfernt Arne Weber Hamburgs größtes Hotel bauen, dazu kommen die Hotelprojekte auf dem Mönke-Grundstück am Ziegelwiesenkanal und im Areal des Neuländer Quarrees.

Nach längerem Schweigen hatte Projektentwickler Frank Lorenz Anfang Oktober mitgeteilt, dass er nunmehr einen Vertrag mit der Plaza Hotelgroup unterzeichnet habe. Das Unternehmen will das 19-stöckige Hotel mit 272 Zimmern als  Plaza Premium (Eigenwerbung: „Die Plaza-Marke für gehobene Ansprüche - exklusive und luxuriöse Ausstattung in Verbindung mit edlen und hochwertigen Materialien sowie mit einem modernen und durchgängigen Designkonzept.“) betreiben.

Im September bei der letzten Sitzung der Binnenhafenbegleitgruppe hatte Harburgs Baudezernent Jörg Penner einen Baubeginn im Frühjahr 2020 in Aussicht gestellt. ag