Harburg – Die FDP Harburg hat Viktoria Isabell Ehlers als ihre Spitzenkandidatin für die Wahl zur Bezirksversammlung am 26. Mai 2019 nominiert.

Ihr wichtigstes Ziel: mit einem Stimmanteil von mindestens fünf Prozent wieder als Fraktion arbeiten zu können. Schwerpunktthemen der Freien Demokraten werden „eine bessere Verkehrspolitik, eine transparente Verwaltung und eine bedarfsgerechte Stadtentwicklung“ sein. Ehlers: „In diesen Bereichen braucht Harburg besonders viel Hilfestellung und gute Ideen.“

Auf Platz zwei der FDP-Bezirksliste folgt mit Günter Rosenberger aus Neugraben ein weiteres bekanntes Gesicht: „Insbesondere Süderelbe entwickelt sich rasend schnell und wir als liberale Kraft müssen dafür sorgen, dass das Korsett für die Bauherren nicht zu eng geschnürt wird.“

Der TUHH-Student und Vorsitzende der Jungen Liberalen Harburg, Tom Niemeier, wurde auf Platz drei nominiert, dahinter folgen Steffen Langenberg, Marc Peters, Melanie Borchmann, Maximilian Frei, Oliver Hinners, Ralf Kempgen, Hendrik Sander, Jacques Coste, Prof. Dr. Stefanie Bremer, Dr. Hans H. Killinger, Joschua Fritz und Markus Gärtner.

Der aktuelle Bezirksabgeordnete Carsten Schuster hat auf eine Kandidatur verzichtet. Bereits Anfang 2017 hatte er auf den Kreisvorsitz verzichtet. Kein Geheimnis: Viktoria Ehlers war politisch an Schuster, der 13 Jahre lang Kreisvorsitzender war, vorbeigezogen. Schon bei der Bezirkswahl hatte Ehlers, damals nur auf Listenplatz 4, Peter Günter Bartels und Günter Rosenberger deklassiert. Sie hatte durch Direktstimmen, die offenbar Ergebnis ihrer frechen, flotten und hübschen Kampagne war, beide überholt.

Bei Schusters Entscheidung könnte auch der Frust über die extrem eingeschränkten Möglichkeiten von fraktionslosen Abgeordneten – besonders zu Zeiten der Harburger GroKo – eine Rolle gespielt. Bei der Bezirkswahl 2014 hatten die Freien Demokraten 4,4 Prozent erzielt, das reichte nur für zwei Abgeordnete – nämlich Viktoria Isabell Ehlers und Carsten Schuster – und führte zum Verlust des Fraktionsstatus und der Zuschüsse für die Fraktionsarbeit, vor allem aber zu einer erheblichen Kürzung der Redezeit und des Stimmrechts in den Fachausschüssen. ag