Harburg - Es bringt Uwe Schneider, Kreischef der CDU, schon etwas "auf die Palme", dass sein Kollege Frank Richter

von der SPD im Zusammenhang mit dem Streit um die Bewerberin für den Bezirksamtsleiterposten der CDU vorwirft, keine Begründung für die Ablehnung von Sophie Fredenhagen vorzubringen. "Das ist schlichtweg falsch", sagt Schneider.

Frank Richter hatte noch in einer Pressemitteilung geschrieben, das "die Gründe für die Ablehnung von Frau Fredenhagen sind zu keinem Zeitpunkt offengelegt worden" seien. Das bestreitet Schneider heftig. "Wir haben in den Gesprächen mit der SPD sehr dezidiert dargestellt, weswegen wir Frau Fredenhagen ablehnen", sagt der CDU-Kreischef. Das zu bestreiten sei eine Fake-News.

Auch den Vorwurf, dass man bei öffentlichen Begründungen in Sachen Fredenhagen "nicht stichhaltig" gewesen sei, wie Richter verlautet hatte, kann Schneider nicht nachvollziehen. Er hat die Gespräche anders in Erinnerung. "Man hat bei allen Begründungen gesagt, dass man sie nicht nachvollziehen kann oder, wenn das nicht zog, auf den Beschluss der Partei hingewiesen", so Schneider. Er verwies noch einmal darauf, dass sich die CDU genau an die Koalitionsvereinbarung gehalten habe. In ihr ist vorgesehen, dass die SPD das Vorschlagsrecht für den Besetzung des Bezirksamtsleiterposten hat. Die CDU darf die Personalie ablehnen. "Davon haben wir Gebrauch gemacht, weil wir Schaden von Harburg abwenden wollen", so Schneider. "Die Ablehnung bedeutet ja nicht, dass wir einen eigenen oder anderen Kandidaten durchdrücken wollten", sagt der CDU-Kreischef. "Das Vorschlagsrecht wäre ja weiter und nur bei der SPD geblieben." zv