Harburg – Der Streit um die „Straßenanbindung Altenwerder Süd“ spitzt sich zu. Das belegt eine scheinbar harmlose „Mitteilung der Verwaltung“

in der jüngsten Sitzung des Harburger Stadtplanungsausschusses. Auf diesem Weg weist das Bezirksamt nämlich noch einmal ausdrücklich darauf hin,  dass es seit 2007 immer wieder eine wirksame Sperre gegen Lkw-Fahrer gefordert hat, die trotz Verbots den Moorburger Elbdeich benutzen wollen.

Tatsächlich zeigt die Erfahrung, dass Brummipiloten – wie andere Autofahrer auch –gerne mal Verkehrsschilder „übersehen“, um sich zum Beispiel längere Wartezeiten in einem Stau zu sparen. Im Falle der südlichen Anbindung des Containerterminals würden Lkw-Fahrer angesichts eines Staus auf der Waltershofer Straße einfach nach links in den Moorburger Elbdeich abbiegen, durchs  Dorf brettern und über den Moorburger Elbdeich zur A7 oder zur B73 fahren – obwohl die Fahrt durch Moorburg für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen verboten ist.

Zuletzt hatte das Bezirksamt sowohl die Hamburg Port Authority (HPA) als Auftraggeber als auch die  Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH (ReGe) als Dienstleister bei zwei Sitzungen im Oktober auf die Problematik hingewiesen. Doch offenbar ist man bei der ReGe auf diesem Ohr taub. In der vorherigen Sitzung des Ausschusses hat ReGe-Projektleiter Stephan Runge die Planungen für die Südanbindung vorgestellt, ohne auf die Forderung des Bezirksamts einzugehen. Nach seinen Vorstellungen soll ein simples Verkehrsschild die Brummifahrer von Moorburg fernhalten. ag