Harburg – Der 95. Geburtstag von Walter Meibohm aus Harburg sollte am morgigen Sonnabend groß gefeiert werden. Doch die Corona-Krise macht auch vor einem

Jubiläum nicht halt - die Feier musste abgesagt werden. „Eigentlich wollten wir für meinen Onkel eine Überraschungsfeier mit vielen Freunden und Wegbegleitern in seinem früheren Wohnort Munster organisieren, doch daraus wird jetzt nichts“, sagt Helga Stöver, langjährige Bezirksabgeordnete der CDU.

Der am 9. Mai 1925 geborene Walter Meibohm ist bei vielen Harburgern noch gut bekannt: Viele Jahre führte er gemeinsam mit seiner Frau Ilse die gemütliche Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ am Reeseberg, Ecke Wasmerstraße. Sogar seinen 90. Geburtstag feierte der Wirt vor fünf Jahren noch in seiner eigenen Kneipe.
 
„Hier trafen sich Sportler des SV Rönneburg und hier wurden die bekannten Pferdesteaks von `Walter` gegessen sowie das entsprechende Bier dazu konsumiert. Gemütlichkeit wurde groß geschrieben“, berichtet Helga Stöver.

Geboren und groß geworden ist Walter Meibohm in Munster an der Oertze. Hier hat er seine Frau Ilse kennen gelernt und geheiratet.  Durch die damalige Englische Besatzung hat er das Kasino und die Kantine bei den Engländern geleitet. Einige Jahre später, im Jahr 1958, siedelten Walter und Ilse über nach Harburg und leiteten viele Jahre die gemütliche Gaststätte „Zur schönen Aussicht“.

Mit einem besonderen Freund – nämlich George Olmit aus Kent in England – pflegen Walter und Ilse immer noch eine besondere Freundschaft. George war vor  einigen Jahren hier in Harburg zu Besuch und hat auch seine Wirkungsstätten auf den Übungsplätzen in Munster und der Heide aufgesucht.

Weiterhin gibt es ein Erlebnis an das man heute noch gerne zurück denkt: „Nämlich der Besuch von Bauer Henke mit seiner Stute morgens um 4 Uhr am Tresen in der „Schönen Aussicht“. Dieser verlangte für sein Pferd und  für sich ein Bier! Walter erzählt, dass dieses zu der Zeit bei einigen Bauern in Harburg üblich war“, sagt Helga Stöver.

Helga Stöver: „Jetzt wünscht sich Walter – da es in Anbetracht der Corona-Krise kein Fest geben wird – dass er viele Glückwünsche bekommt und vielleicht, dass Freunde und Wegbegleiter mit ihm Ereignisse und Erlebnisse  austauschen können.“  (cb)